Institut im Verbund

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Das Fraunhofer IGB ist aktives Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken. Kooperationen mit verschiedenen Universitäts- und außeruniversitären Forschungsinstituten sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fraunhofer-Instituten ergänzen die eigenen Kompetenzen und ermöglichen es uns, Synergien im Sinne unserer industriellen Kunden zu nutzen. Ebenso sind wir aktiv daran beteiligt, strategische, wirtschaftliche und nachhaltige Positionen im forschungspolitischen Umfeld voranzutreiben.

Fraunhofer-Verbünde

Fraunhofer-Verbund Life Sciences

EMB, IBMT, IGB, IME, ITEM, IVV, IZI

Die Lebenswissenschaften bilden das Kerngeschäft dieses Verbundes. Er ist damit ein wichtiger FuE-Partner für die Pharma- und Medizintechnikbranche sowie für Biotech-Unternehmen. Durch die Bündelung komplementärer Kompetenzen verfügt der Fraunhofer-Verbund Life Sciences über ein breites Technologiespektrum und umfassendes Leistungsangebot. Die internationale Ausrichtung des Verbundes trägt der Globalisierung dieses Wissenschafts- und Wirtschaftsbereichs Rechnung. Zu den Geschäftsfeldern gehören Themen wie medizinische Translationsforschung und Biomedizintechnik, Regenerative Medizin, gesunde Lebensmittel, Biotechnologie sowie Sicherheit bei Prozessen, Chemikalien und Pflanzenschutzmitteln. Eine Vielzahl zentraler Kompetenzen des Fraunhofer IGB fand hier Eingang.

Fraunhofer-Verbund Werkstoffe und Bauteile – MATERIALS

EMI, IAP, IBP, ICT, IFAM, IGB (Gast), IKTS, ISC, ISE, ISI, ITWM (Gast), IWM, IZFP, LBF, WKI

Die Materialforschung umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung neuer und der Verbesserung bestehender Materialien über die Herstelltechnologie im industrienahen Maßstab, die Charakterisierung der Eigenschaften bis hin zur Bewertung des Einsatzverhaltens. Entsprechendes gilt für die aus den Materialien hergestellten Bauteile und deren Verhalten in Systemen. Stofflich deckt der Verbund den gesamten Bereich an metallischen, anorganisch-nichtmetallischen, polymeren und aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugten Werkstoffen ab. Das Fraunhofer IGB mit seiner starken materialwissenschaftlichen Kompetenz ist seit 2008 Gast in diesem Verbund.

Fraunhofer-Allianzen

Fraunhofer-Allianz Bau

EMI, IAO, IBP, ICT, IFAM, IGB, IMS, IRB, ISC, ISE, IVV, IWM, IZFP, LBF, UMSICHT, WKI

Die Fraunhofer-Allianz Bau bietet Bau-Kompetenz aus einer Hand durch integrale Systemlösungen. Die systematische Betrachtung von Gebäuden – vom Werkstoff, Bauteil, Raum, Gebäude bis zur Siedlung – fällt ebenso ins Portfolio der Allianz Bau wie die chronologische Betrachtung eines Gebäudes – der gesamte Lebenszyklus von der Idee bis zum Recycling. Das Fraunhofer IGB bringt sich in die noch junge Allianz mit neuen Infrastrukturkonzepten zu semi-dezentralem Energie- und Wassermanagement sowie seiner mikrobiologischen Kompetenz für baubiologische Fragestellungen ein.

Fraunhofer-Allianz Energie

CSE, IBP, ICT, IFF, IGB, IIS, IISB, IITB/AST, IKTS, ISC, ISE, ISI,ISIT, IWES, UMSICHT

Die Fraunhofer-Allianz Energie bietet ein Portal für die Energietechnologie und Energiewirtschaft. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch die Politik, profitieren von der Technologieführerschaft Deutschlands bei der effizienten Nutzung von Energie und der Erschließung erneuerbarer Energieträger. Das Fraunhofer IGB engagiert sich in der Allianz mit der energetischen Verwertung organischer Roh-, Rest- und Abfallstoffe (z. B. zur Biogasproduktion) und der Membrantechnik, insbesondere für die Gasreinigung / Reformierung und den Einsatz in Brennstoffzellen. Des Weiteren forscht das Fraunhofer IGB an Konzepten und Technologien für die Speicherung und Nutzung von Energie in Form von Wärme.

Fraunhofer-Allianz Nanotechnologie

ENAS, IAO, IAP, ICT, IFAM, IFF, IGB, IISB, IKTS, IPA, ISC, ISE, ISI, ITEM, IVV, IWM, IWS, IZFP, LBF

Etwa ein Drittel aller Fraunhofer-Institute ist auf dem Gebiet der Nanotechnologie tätig. Die Aktivitäten der Allianz konzentrieren sich auf drei Leitthemen: Multifunktionelle Schichten für den Automobilbereich, das Design spezieller Nanopartikel als Trägersubstanzen für Biotechnik und Medizin sowie den Einsatz von Kohlenstoffnanoröhrchen für aktorische Anwendungen – die beiden letztgenannten sind auch Schwerpunkte am Fraunhofer IGB. Priv.-Doz. Dr. Günter Tovar ist stellvertretender Sprecher und zentraler Ansprechpartner für die Nanobiotechnologie.

Fraunhofer-Allianz Photokatalyse

FEP, ICT, IFAM, IGB, IME, ISC, ISE, IST, IWS

Neun Fraunhofer-Institute arbeiten an der Entwicklung wirksamer und leistungsfähiger Photokatalysatoren, die sich auf Glas, Keramik, Kunststoff oder Metall anwenden lassen. Mithilfe von Vakuumplasmaverfahren, Sol-Gel-Technologien und Wasserlacken werden selbstreinigende Schichten entwickelt, die organische Verbindungen abbauen und bakterizid wirken. Um schnell und zuverlässig Aussagen über die photokatalytische Aktivität der Schicht zu treffen, entwickelt die Allianz Prüfverfahren für die chemisch-physikalische und mikrobiologische Bewertung – letztere ist das Feld des Fraunhofer IGB innerhalb der Allianz.

Fraunhofer-Allianz Polymere Oberflächen POLO

FEP, IAP, IFAM, IGB IPA, ISC, IVV

Die Fraunhofer-Allianz Polymere Oberflächen POLO fasst die Kernkompetenzen von sieben Fraunhofer-Instituten zur Entwicklung von polymeren Produkten mit neuen oder verbesserten Eigenschaften durch funktionelle Oberflächen, Grenzflächen oder dünne Schichten zusammen. Sie ist eine der ersten Allianzen, gemeinsam wurden bereits erfolgreiche Produkte entwickelt und vermarktet, z. B. »Antimikrobiell wirksame Polymeroberflächen«. Dr. Christian Oehr ist seit der Gründung Mitglied im Direktorium und hat maßgeblich zum Erfolg dieser Allianz beigetragen.

Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik

FEP, IFAM, IGB, ILT, IPA, IPK, IST, IWS

Die Reinigungstechnik hat in den letzten Jahren fortlaufend an Bedeutung gewonnen, z. B. an Bauwerken, in der hygienischen Produktion, der Mikrosystemtechnik aber auch in der Bauteilereinigung oder Reinigung vor der Beschichtung. Mit Gründung der Allianz besteht nun eine Plattform, auf der für den Kunden die aus der gesamten Fraunhofer-Gesellschaft angebotenen Kompetenzen gebündelt sind. Dies umfasst das gesamte Feld der Reinigung, insbesondere auch Spezialverfahren wie Laser, Plasma oder Strahltechniken, die reinigungsgerechte Planung von Anlagen und Produktionen bis hin zur Reinraumtechnik sowie der Aufbereitung von Reinigungs- und Prozessmedien inklusive der Rückgewinnung von Energie und Stoffströmen. Somit können dem Kunden ökologisch und ökonomisch nachhaltige Lösungen angeboten werden. Durch die Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik werden die interdisziplinären Leistungen koordiniert.

Das Fraunhofer IGB bringt sein Know-how bei der Plasmareinigung von Oberflächen und bei der Beschichtung ein. Der Reinigungserfolg wird am IGB mit allen gängigen oberflächenanalytischen Methoden bewertet. Weitere Kompetenzfelder sind insbesondere auch die Aufbereitung und das Recycling von Reinigungs- und Prozessmedien sowie die reinigungs- und hygienegerechte Konstruktion. Durch eine entsprechende Analytikausstattung und Zertifizierung kann eine Bewertung der mikrobiellen Kontamination von Oberflächen und Prozessmedien durch das Fraunhofer IGB erfolgen.

Fraunhofer-Allianz SysWasser

Vollmitglieder: IGB, IOSB, ISI, IST, UMSICHT, IKTS, ISE, IPK, ILT; Assoziierte Mitglieder: ITWM, IVI, IZFP

Seit Juni 2007 bündeln mehrere Fraunhofer-Institute ihre Kompetenzen in der Entwicklung von Wassersystemtechnologien. Unter Berücksichtigung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Konsequenzen und unter Anwendung neuester Technologien will die Allianz nachhaltige Lösungen für Wassergewinnung, Infrastruktur und Abwasserreinigung in praxisorientierte, nationale und internationale Anwendungen überführen. Sprecher der Fraunhofer-Allianz SysWasser ist Prof. Dr. Walter Trösch, der die Gründung der Allianz maßgeblich vorangetrieben hat. Sein Ziel ist auch eine systemische Vernetzung der Allianz zum Energie-, Abfall- und Landwirtschaftssektor.

Sonstige Netzwerke

Forschungsallianz Kulturerbe

Die Forschungsallianz Kulturerbe ist eine interdisziplinäre Forschungsallianz der Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Ziel der Allianz ist es, gemeinsam neue Verfahren und Methoden für die Restaurierung und Konservierung von Kulturgut zu entwickeln und zu erproben, den Wissenstransfer zwischen Forschung und Restaurierungspraxis weiter zu intensivieren und die Bedeutung des Kulturerbes stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Fraunhofer-Netzwerk Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung ist vermutlich das bedeutendste politische Leitziel unserer Zeit. Das Leitbild Nachhaltige Entwicklung berücksichtigt Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Aspekten und beinhaltet eine gleichzeitig intra- und intergenerative Verantwortung. Was dies nun konkret für die Fraunhofer-Gesellschaft bedeutet, möchte das Netzwerk Nachhaltigkeit mit seinen 20 teilnehmenden Instituten und Einrichtungen erarbeiten. Sprecher des Netzwerks ist Professor Thomas Hirth.

Das erste Teilprojekt unter Leitung von Professor Thomas Hirth zielt darauf, ein Leitbild und eine Strategie zur nachhaltigen Entwicklung der Fraunhofer-Gesellschaft zu erarbeiten. In einem zweiten Teilprojekt erarbeiten Fraunhofer-Mitarbeiter zum einen Ansätze, mit denen gezielt Geschäftsprozesse nachhaltiger gestaltet werden können, und zum anderen eine Toolbox zur Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten in Forschungsprojekten. Zudem werden Richtlinien zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts erstellt. Der Standort Stuttgart mit fünf Fraunhofer-Instituten auf einem gemeinsamen Campus fungiert hierfür als Pilotstandort. Nachhaltige Forschungsthemen stehen im Vordergrund des dritten Teilprojekts. Hier wird die in den Instituten vorhandene Expertise zusammengeführt, um einen besseren Systemlösungsansatz anzubieten und neue Forschungsthemen aufzuzeigen. Das Fraunhofer IGB ist in allen drei Teilprojekten involviert.

Vernetzung mit Universitäten

Ohne Grundlagenforschung geht es nicht. Daher halten wir am Institut die Kontakte zu den benachbarten Universitäten so eng wie möglich – über wissenschaftliche Kooperationen ebenso wie über die Verpflichtungen einer Universitätsprofessur oder Lehrbefugnis unserer Mitarbeiter. Durch die Einbindung von Projektgruppen konnten wir unser wissenschaftliches Netzwerk auch auf Standorte außerhalb Stuttgarts und sogar auf die USA ausdehnen.

  • Prof. Dr. Dieter Bryniok
    Professur für Umweltbiotechnologie,
    Hochschule Hamm-Lippstadt
  • Prof. Dr. Thomas Hirth
    Lehrstuhl und Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik IGVT,
    Universität Stuttgart
  • Dr. Petra Kluger
    Lehrauftrag der Fakultät Energie-, Verfahrensund Biotechnik,
    Universität Stuttgart
  • Dr. Christian Oehr
    Lehrauftrag der Fakultät Energie-, Verfahrensund Biotechnik,
    Universität Stuttgart
  • Priv.-Doz. Dr. Steffen Rupp
    Fakultät Chemie und Fakultät Energie-, Verfahrens- und Biotechnik,
    Universität Stuttgart
  • Ass.-Prof. Dr. Katja Schenke-Layland
    Medizinische Fakultät, Abteilung Kardiologie,
    University of California Los Angeles (UCLA), Kalifornien, USA
  • Dr.-Ing. Ursula Schließmann
    Teaching assignment in the Faculty of Energy Technology, Process Engineering and Biological Engineering,
    University of Stuttgart
  • Prof. Dr. Volker Sieber
    Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe,
    Technische Universität München
  • Priv.-Doz. Dr. Günter Tovar
    Fakultät Chemie und Fakultät Energie-, Verfahrens- und Biotechnik,
    Universität Stuttgart
  • Prof. Dr. Walter Trösch
    Apl. Professur für Biotechnologie,
    Universität Hohenheim
  • Prof. Dr. Heike Walles
    Lehrstuhl für Tissue Engineering und Regenerative Medizin,
    Universität Würzburg