Preise und Auszeichnungen

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

AAA Morphological Sciences Award für Katja Schenke-Layland

Mit dem anerkannten Morphological Sciences Award der American Association of Anatomists (AAA) wurde Dr. Katja Schenke-Layland im April 2010 auf der Jahrestagung »Experimental Biology 2010« in Anaheim, Kalifornien, USA ausgezeichnet. Sie erhielt diesen Preis für ihre Leistungen auf dem Gebiet der minimal-invasiven Mikroskopie extrazellulärer Matrixstrukturen innerhalb von Blutgefäßen und dem Herzen. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten erschließen ein wichtiges neues Forschungsfeld, welches Anatomie, Stammzellbiologie und Tissue-Engineering-Technologien vereint.

3. Platz für Jacqueline Pusch bei Elevator Pitches

Im Ideenwettbewerb »Elevator Pitches« beim ersten Fraunhofer-Symposium »Netzwert« am 7. und 8. Dezember 2010 wurde IGB-Mitarbeiterin Jacqueline Pusch mit ihrer Idee »Pflaster für Magen- / Darmwand« von den 320 Teilnehmern des ersten Tages auf Platz 3 gewählt. Das Pflaster soll es ermöglichen, die neue minimal-invasive Technik der NOTES-Chirurgie (natural orifce transluminal endoscopic surgery) für Operationen im Bauchraum über den Mundzugang einsetzen zu können. Auf die risikoreiche Bauchschnitt-OP (Laparotomia) für einen Eingriff an inneren Organen könnte damit verzichtet werden. Derzeit ist der operative Zugang zur Bauchhöhle über die Magen- oder Darmwand jedoch aus zwei Gründen noch nicht realisierbar. Erstens fehlen geeignete endoskopische Geräte. Und zweitens fehlt eine sichere Methode, mit der man den für die OP notwendigen Schnitt durch die Magen- oder Darmwand nach der Operation wieder verschließen kann. Der Verschluss ist notwendig, um das Austreten von Magensäure und Bakterien in die Bauchhöhle und damit tödliche Infektionen zu verhindern. Die einfachste Lösung wäre ein Pflaster, welches direkt nach dem Eingriff von innen auf den Schnitt aufgebracht wird und zwar bevor die Instrumente vollständig über die Mundöffnung zurückgeführt werden. Ein solches Pflaster könnte aus Kollagen-Proteinen bestehen, wie sie in der Matrix des Darms vorkommen, und mithilfe der Elektrospinnen-Technik hergestellt werden.

Ferchau-Innovationspreis 2009

Der erste Platz des Ferchau-Innovationspreises 2009 ging an eine Forschergruppe um Professor Walter Trösch vom Fraunhofer IGB für die Entwicklung einer wirtschaftlichen Reaktorplattform, mit der Algen CO2 aus Rauchgasanlagen verwerten können. Die Auszeichnung unter dem Motto »Technik für die Umwelt« wurde auf der Hannover-Messe verliehen.

Tierschutz-Forschungspreis 2009

In ihrer Doktorarbeit am IGVT der Universität Stuttgart entwickelte Dr. Johanna Schanz ein Lebermodell, das zukünftig eine Alternative zum Tierversuch für Medikamententests bieten könnte. Hierfür wurde die Wissenschaftlerin am 26. Oktober 2009 in Berlin mit dem Forschungspreis zur Förderung methodischer Arbeiten mit dem Ziel der Einschränkung und des Ersatzes von Tierversuchen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgezeichnet.

Preis »Technik für den Menschen« 2009

Dr. Johanna Schanz erarbeitete in ihrer Diplom- und Doktorarbeit unter Betreuung von Prof. Dr. Heike Walles Methoden zur Rebesiedlung der Blutgefäßstrukturen einer biologischen Trägerstruktur. Damit wird die Herstellung komplexer humaner Gewebe möglich, die von einem Blutgefäßäquivalent durchzogen sind. Am 23. Juni 2009 auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft erhielten die Forscherinnen hierfür den Preis »Technik für den Menschen«.

Hugo-Geiger-Preis 2009

Christian Grumaz gelang es in seiner Diplomarbeit am Fraunhofer IGB, eine neue Methode zur Herstellung von cDNA-Fragmenten aus biologischem Probenmaterial zu realisieren. Bei der Fraunhofer-Jahrestagung am 23. Juni 2009 wurde der Diplom-Biologe hierfür mit dem Hugo-Geiger-Preis 2009 ausgezeichnet.

Preis der Vereinigung von Freunden der Universität Stuttgart 2009

Die am IGVT in Kooperation mit dem Fraunhofer IGB angefertigte Diplomarbeit von Marc Panas wurde 2009 durch die »Vereinigung von Freunden der Universität Stuttgart e.V.« 2009 als herausragende wissenschaftliche Arbeit der Fakultät 4 »Energie-, Verfahrens- und Biotechnik« ausgezeichnet. Das Thema war die Herstellung und Charakterisierung von nano- oder mikrostrukturierten, funktionalisierten Glasoberflächen sowie die Untersuchung der Interaktion mit humanen Keratinozyten.

BP Young Scientists & Students Award 2008

Für die Arbeiten während seiner Promotion in der Abteilung Molekulare Biotechnologie am Fraunhofer IGB wurde Xin Xiong in der Sektion »Tissue Engineering« mit dem mit US $1500 dotierten BP Young Scientists & Students Award (BP YSSP) ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des 13th International Biotechnology Symposium (IBS) vom 12.-17. Oktober 2008 in Dalian, China.

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2007

Prof. Dr. Walter Trösch und Dr.-Ing. Werner Sternad vom Fraunhofer IGB sowie Dr.-Ing. Harald Hiessl vom Fraunhofer ISI haben das Dezentrale Urbane Infrastruktursystem DEUS 21 entwickelt und bisher in zwei Siedlungen mit Erfolg umgesetzt. Regenwasser wird gesammelt und aufgearbeitet und Vakuumleitungen transportieren das Abwasser mehrerer Wohneinheiten zu Bioreaktoren, in denen das Abwasser nachhaltig gereinigt wird. Für ihre Leistungen erhielten sie den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2007.

Hugo-Geiger-Preis 2007

Jacqueline Michaelis vom Fraunhofer IGB gelang es in ihrer Masterthesis, ein mit Blutgefäßen ausgestattetes Tumortestsystem in Form eines dynamischen 3-D-Gewebesystems aufzubauen. Es enthält neben Tumorzellen auch Endothelzellen, die die Blutgefäße auskleiden. Hierfür wurde sie mit dem Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet.

Hugo-Geiger-Preis 2006

Jan Hansmann entwickelte in seiner Diplomarbeit einen rechnergestützten Bioreaktor, der die natürliche Umgebung des Körpers vom arteriellen Druck bis zur Temperatur simuliert. Hierfür wurde er mit dem 1. Hugo-Geiger-Preis für die Life Sciences ausgezeichnet.

Die Biologin Elena Lindemann entwickelte in ihrer Diplomarbeit am Fraunhofer IGB ein neues hochaufl ösendes und sensitives Verfahren, das auf der gelelektrophoretischen Trennung komplexer cDNAProben beruht. Sie erhielt hierfür den 3. Hugo-Geiger- Preis 2006.

Hugo-Geiger-Preis 2005

Gleich zwei der drei Hugo-Geiger-Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2005 gingen an das Fraunhofer IGB. Anlässlich der Fraunhofer-Jahrestagung im Oktober 2005 wurden die IGB-Diplomanden in Magdeburg durch den Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hans-Jörg Bullinger, ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt der Biologe Xin Xiong für seine Diplomarbeit »Funktionelle Charakterisierung von Tsa1p in Candida albicans«.

Den zweiten Hugo-Geiger-Preis erhielt Silke Kersen für ihre Diplomarbeit »Zelluläre Erweiterung des dreidimensionalen humanen Hautäquivalents mit mikrovaskulären Endothelzellen mit dem Ziel, ein
In-vitro-Angiogenese-Modell zu etablieren«.

Hugo-Geiger-Preis 2004

Jochen Schwenk untersuchte in seiner Diplomarbeit »Neue Ansätze zur Identifizierung potenzieller Virulenzfaktoren in Candida albicans Proteine aus der Zellwand, die für die Adhäsion der Pilzzelle an die Wirtszelle verantwortlich sind. Bei der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft am 20. Oktober 2004 in Dresden wurde er hierfür mit dem zweiten Hugo-Geiger-Preis 2004 ausgezeichnet.

Hugo-Geiger-Preis 2003 und Procter&Gamble-Förderpreis 2003

Sven Knecht wurde für seine Diplomarbeit »Mikrostrukturierte Anlagerung biofunktionalisierter Nanopartikel mittels Photolithographie, Mikrokontaktstempeln und Mikroarrayer auf Glas-, Silizium- und Goldoberflächen« mit dem Hugo-Geiger-Preis 2003 und dem Procter&Gamble Förderpreis 2003 ausgezeichnet. Sven Knecht gelang es, biochemisch funktionalisierte Nanopartikel als Monoschicht auf Biochip-Oberflächen aus Glas, Silizium oder Gold aufzubringen. Um eine mikrostrukturierte Anlagerung der Partikel zu erreichen, behandelte er die Träger zuvor mittels Photolithographie, Mikrokontaktstempeln oder Mikroarrayern.

Max-Buchner-Fachhochschulpreis 2003

Kathrin Zeller erhielt den Max-Buchner-Preis 2003 für ihre Diplomarbeit zum Nachweis von Punktmutationen mit einem Resistenz-Chip. Die Absolventin der Europa-Fachhochschule Fresenius in Idstein hat einen DNA-Chip erprobt, mit dem – anhand der Allel-spezifischen Primer Extension – solch einzeln mutierte DNA-Basen und damit resistente Keime identifiziert werden können.

Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung für Technische Chemie an Fachhochschulen

Mit diesem Preis werden jährlich die fünf besten Diplomarbeiten der Fachrichtungen Chemietechnik und Biotechnologie an Fachhochschulen und der Diplomstudiengänge an Gesamthochschulen ausgezeichnet. Beurteilungskriterien sind die Umsetzung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagenkenntnisse in die Praxis, experimentelles Geschick und die Interpretation der Ergebnisse. Der von der DECHEMA e.V. ausgelobte Preis wird seit 1990 vergeben.

Hugo-Geiger-Preis 2002

Den ersten Hugo-Geiger-Preis 2002 erhielt der Nachwuchsbiologe Marc Röhm vom Fraunhofer IGB. Röhm hat vier Proteine untersucht, die für die Entwicklung der Hyphen beim krankheitserregenden Pilz Candida albicans verantwortlich sind.

 

 

 

 

 

 

 

Christian Schmalz, Nachwuchsbiochemiker vom Fraunhofer IGB in Hannover, wurde mit einem zweiten Preis gewürdigt. Mit Hilfe eines gentechnisch erzeugten Enzyms, einer Chitindeacetylase, gelang es ihm, den gefragten Naturstoff Chitosan, ein Abbauprodukt aus den Chitinpanzern von Krabben, reiner und schonender herzustellen als zuvor.

EMTEC-Preis 2002

Für ihre Diplomarbeit über »Metallische Membranen für die Wasserstoffabtrennung« beim Fraunhofer IGB wurde Mirjam Kilgus am 12. Juli 2002 der mit 500 Euro dotierte Preis der EMTEC Magnetics GmbH verliehen. Mirjam Kilgus untersuchte die Herstellung von dichten Palladium-Kupfer-Schichten auf porösen Hohlfaser-Trägern aus a-Al2O3 für die Produktion reinen Wasserstoffs in Brennstoffzellenanwendungen und Anwendungen in der chemischen Industrie.

Willy-Hager-Preis 2001

Den Willy-Hager-Preis 2001 erhielt Dr. Petra Koziollek für ihre Dissertation »Cometabolischer Abbau von cis-1,2-Dichlorethen und Vinychlorid durch Ethen-verwertende Bakterien«. Die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie DECHEMA e.V. und die Wasserchemische Gesellschaft schreiben den Preis alljährlich im Namen der Willy-Hager-Stiftung in Stuttgart aus.

Hugo-Geiger-Preis 2001

Constantin Urban aus der Nachwuchsforschergruppe
Proteinscreeningsysteme des Fraunhofer IGB wurde für seine Forschungen an der Zellwand des Pilzes Candida albicans am 24. Oktober 2001 in Mainz mit einem der Hugo-Geiger-Preise 2001 ausgezeichnet.

Fraunhofer-Preis 2000

Im Jahr 2000 wurden drei Fraunhofer-Preise vergeben. Einen davon erhielt Dr. Thomas Graeve vom Fraunhofer IGB für die Entwicklung eines künstlichen Hautmodells.

Hugo-Geiger-Preis 2000

Im Jahr 2000 gingen ein 1. und zwei 2. Preise an Diplomanden des Fraunhofer IGB.

1. Preis: Dirk Rothenstein aus der Nachwuchsforschergruppe Automatisierte Proteinscreeningsysteme (Dr. Steffen Rupp)

2. Preis: Christoph Dieterich, Nachwuchsforschergruppe Automatisierte Proteinscreeningsysteme (Dr. Steffen Rupp)

2. Preis: Marc Schmidt-Supprian, IGB-Abteilung Molekulare Biotechnologie/IGVT Uni Stuttgart (PD Dr. Jürgen Bernhagen)

Hugo-Geiger-Preis 1999

Gleich zwei Preise gingen bei der ersten Verleihung des Hugo-Geiger-Preises am 27. Oktober 1999 in München an Mitarbeiter des IGB.

1. Preis: Thorsten Ulf Meyer, IGB Abteilung Gentechnik (Prof. Dr. Bernd Otto)

2. Preis: Angelika Spieth, Abteilung Chemische Mikrobiologie (Prof. Dr. Hans-Joachim Knackmuss)