Molekulare Biotechnologie
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
- Schwerpunkte
- Kompetenzen
- Leistungsangebot
- Ausstattung
- Organisation
Die Schwerpunkte der Abteilung liegen in der Identifizierung und Analyse molekularer Mechanismen zellulärer oder mikrobieller Systeme und deren Aufbau, sowie in der Umsetzung dieses Know-hows für die Geschäftsfelder Medizin, Pharmazie und Chemie.
Kompetenzen
Die Kernkompetenzen der Abteilung liegen in der Anwendung molekularbiologischer und biotechnologischer Methoden für Genom-, Transkriptom- und Proteom-Analysen sowie einer akkreditierten Analytik, die auch für Metabolom-Analysen eingesetzt werden kann. Eine molekularbiologische Stammentwicklung, integriert in einen Bioprozess mit Fokus auf einer vereinfachten Produktaufreinigung, ist zentrale Kompetenz sowohl für mikrobielle Produktionsverfahren wie auch für die Produktion von Pharmaproteinen aus humanen Zelllinien. In der Infektionsbiologie führt die Kombination von Methoden der funktionellen Genomanalyse mit unserer Expertise in der Zellkulturtechnik zu einem Alleinstellungsmerkmal in der Entwicklung von Infektionsmodellen und Diagnostika.
Mit ihren Kompetenzen bedient die Abteilung Molekulare Biotechnologie, auch in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Fraunhofer IGB, verschiedene Bereiche der Geschäftsfelder Medizin, Pharmazie, Chemie und Umwelt. Im Bereich der Biokatalyse arbeiten wir eng mit der Projektgruppe BioCat, Straubing, zusammen. Die im Labormaßstab etablierten Bioprozesse werden mit der Projektgruppe am Fraunhofer CBP, Leuna, bis in den 10-m3-Maßstab entwickelt. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Fraunhofer ITEM für die Prozessentwicklung von pharmazeutischen Proteinen bis hin zur GMP-Produktion von klinischen Prüfmustern.
Leistungsangebot
- Target- und Wirkstoffscreening für Antiinfektiva (2-D- und LC-Proteomics, DNA-Microarrays, Parallelsequenzierung, Infektionsmodelle, Screening-Assays)
- Genexpressionsanalysen im Kundenauftrag
- Entwicklung von DNA-Microarrays: Sondendesign, Herstellung von PCR-Fragmenten, Kontaktprinting und Hybridisierung
- Zellbasierte Assays: Antivirale Assays (GLP), Pyrogendetektion, Mutagenität, Toxizität
- Herstellung von Produktionszelllinien und Verfahren zur rekombinanten Produktion von Proteinen (Biosimilars), Proteinreinigung und Proteincharakterisierung
- Entwicklung neuer hochdurchsatztauglicher Enzymassays und Screening
- Stamm- und Parameterscreening in Multifermentersystemen
- Entwicklung von integrierten Fermentationsverfahren für die industrielle Biotechnologie mit Fokus auf Rohstoffaufbereitung und Produktaufarbeitung
- Chemisch-physikalische und biochemische Analytik
Infrastruktur, Labor- und Geräteausstattung
Am Fraunhofer IGB stehen neu eingerichtete molekularbiologische Laboratorien für Arbeiten nach Sicherheitsstufen S1/S2 GenTSV mit modernster Geräteausstattung zur Verfügung:
- Molekularbiologische Laboratorien für Arbeiten nach Sicherheitsstufen L2, S1 und S2 GenTSV
- Microarray-Facility, universelle Microarray-Plattform
- Quantitative Echtzeit-PCR (qRT-PCR LightCycler 480)
- Parallelsequenzierung zur Nukleinsäureanalytik
- Proteomics-Facility mit hochauflösenden MS-Technologien (2-D-Gelelektrophorese, nano-LC-MALDI-TOF/TOF, HPLC-ESI-MS/MS)
- Fermentationsanlagen für Suspensions- und adhärente Zellkulturen bis 10 L non-GLP
- Anlagen zur Proteinaufreinigung
- Aufschlussgeräte (Kugelmühlen etc.), Multifermentationsanlagen für die Bioprozessentwicklung und Kleinfermenter (bis 30 L) S2
- Pickroboter für die geordnete Ablage von Gen- und Mikroorganismen-Bibliotheken
- Akkreditierte Analytik: GC-MS/MS, LC-MS/MS, GPC, IC, ICP-AES und ICP-MS
Arbeitsgebiete
Fraunhofer-Systemforschung Zellfreie Biotechnologie
Eiweiße nach Wunsch für die Industrie zusammenbauen – das ist das Ziel des Fraunhofer-Verbundprojekts »Biomoleküle von Band«, das Mitte März 2011 als erste konkrete Maßnahme im Strategieprozess Biotechnologie 2020+ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gestartet ist.









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