Biokatalysatoren: Neue Enzyme und Stammoptimierung
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
Das Fraunhofer IGB befasst sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Screening nach neuen, industriell nutzbaren Enzymen sowie deren Optimierung und Herstellung und hat bereits zahlreiche Projekte mit Firmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie erfolgreich bearbeitet.
Wir verfügen über Erfahrungen bei der Identifikation und der Optimierung von Enzymen wie Proteasen, Lipasen, Amylasen, Glykosidasen, Cellulasen, Phytasen, Oxygenasen, Halogenasen, Dehalogenasen, Chitinasen, Chitindeacetylasen, Formaldehyd-Dismutasen, Cyanidasen und Ethen-Monooxygenasen sowie deren Klonierung und rekombinante Expression. Mittels molekular-evolutiver Techniken optimieren wir gezielt Enzyme für verschiedenste Anwendungen. Diese können wir in heterologen Systemen von bis zu 300 Litern produzieren und evaluieren.
Screening nach neuen Enzymen
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- Automatisiertes Screening nach Dehalogenasen mit dem Halogenidsensor.
Am Fraunhofer IGB setzen wir einerseits konventionelle Methoden ein um neue Enzyme zu identifizieren, indem wir Mikroorganismen isolieren und anreichern. Andererseits spielen auch molekulare Methoden eine Rolle wie das Screening über metagenomische Genbanken. Diese dienen als Plattform für die schnelle Identifizierung und Optimierung neuer Enzyme im Kundenauftrag. Dabei greifen wir auf umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Hochdurchsatzscreening und Produktion rekombinanter Proteine in heterologen Systemen zurück. Die Identifizierung von Enzymen wird durch die systematische Nutzung von Genominformationen aus Sequenzierungsprojekten unterstützt.
Nicht-kultivierbare Mikroorganismen: Genbanken direkt aus Umweltproben
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- Bodenprobe, Lebensraum unzähliger Organismen, Quelle für neue Biokatalysatoren.
Mehr als 90 Prozent der in der Natur vorkommenden Mikroorganismen lassen sich im Labor nicht kultivieren. Um das Stoffwechselpotenzial auch dieser Organismen zu erschließen, haben wir eine Screening-Strategie etabliert, die diesen Engpass umgeht: Hierzu haben wir die DNA mikrobieller Gemeinschaften, das sogenannte Metagenom, verschiedener Habitate direkt isoliert und über optimierte Expressionsvektoren in Wirtsstämme eingebracht. Diese können nun direkt auf enzymatische Aktivitäten hin untersucht werden. Mit diesen metagenomischen Genbibliotheken bieten wir interessierten Industriepartnern aus Chemie, Pharma, Lebensmitteltechnologie sowie Enzymherstellern Zugriff auf neue, bisher unbekannte Enzyme.



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