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Archiv 2002
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
Presseinformationen

Den ersten Hugo-Geiger-Preis der Fraunhofer-Gesellschaft hat dieses Jahr der Nachwuchsbiologe Marc Röhm vom Fraunhofer IGB in Stuttgart erhalten. Röhm hat vier Proteine des krankheitserregenden Pilzes Candida albicans untersucht, die diesem ermöglichen, in Organe einzudringen. Seine Forschungen sind Grundlage für eine neue Generation von Medikamenten, die den Pilz nicht unbedingt abtöten, sondern gezielt blockieren.

Einen der drei Hugo-Geiger-Preise der Fraunhofer-Gesellschaft hat dieses Jahr der Nachwuchsbiochemiker Christian Schmalz vom Fraunhofer IGB in Hannover gewonnen. Mit Hilfe eines gentechnisch erzeugten Enzyms hat Schmalz es geschafft, den gefragten Naturstoff Chitosan, ein Abbauprodukt aus den Chitinpanzern von Krabben, reiner und schonender herzustellen als zuvor.

Fraunhofer-Forscher haben gemeinsam mit der GUTec mbH eine mobile Anlage mit Bioadsorbern aus Kleie entwickelt. Damit lassen sich krebserregende und organschädigende Substanzen im Wasser bis weit unter die gesetzlichen Grenzwerte senken.

Das Fraunhofer IGB hat ein Hochlastverfahren für die Klärschlammentsorgung entwickelt, das vor einem Jahr im kommunalen Klärwerk Heidelberg in die bestehende Entsorgungslinie integriert wurde. Mit diesem Verfahren lassen sich Kosten sparen, Energie gewinnen und gleichzeigtig Klärrückstände reduzieren.

74 Schülerinnen aus 15 Gymnasien haben am Girls' Day, dem Tag der offenen Tür für Mädchen, am 25. April 2002 Forschung und Entwicklung bei der Fraunhofer-Gesellschaft in Stuttgart erlebt.

Der bundesweite »Girls' Day« am 25. April 2002 bietet Schülerinnen ab der zehnten Klasse Einblicke in die Arbeitswelt Wissenschaft. In Stuttgart bringen die Fraunhofer-Institute IGB, IAO und IPA interessierten Schülerinnen u.a. kleinste Lebewesen, virtuelle Welten und behilfliche Roboter nahe.

Wissenschaftler des Fraunhofer IGB haben einen hochempfindlichen Halogenidsensor entwickelt. Er weist selbst geringste Konzentrationen von Chlorid in kleinen Probenmengen nach. Der Sensor ist Kernstück eines Messverfahrens, das Ingenieure des Fraunhofer IPA parallelisiert und für den industriellen Einsatz automatisiert haben.
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