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Archiv 2011
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
Presseinformationen

In dem von der EU geförderten Projekt ChiBio will die Straubinger Projektgruppe BioCat des Fraunhofer IGB mit internationalen Partnern neue Verfahren entwickeln, um aus chitinhaltigen Fischereiabfällen Spezial- und Feinchemikalien herzustellen.

Viele Industrieabwässer enthalten organische Verunreinigungen, die in kommunalen Kläranlagen nicht abgebaut werden können. Forscher am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart haben in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern ein automatisiertes Reinigungssystem entwickelt, das die organischen Schadstoffe mittels UV-Licht abbaut und bereits während der Behandlung den Reinigungserfolg kontrolliert.

Für Knochendefekte und Knorpelverschleiß gibt es jetzt Aussicht auf besonders verträgliche Implantate einer neuen Generation. Forscher der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Universität Stuttgart entwickeln für Knochen- und Knorpelersatz biomimetische Gerüststrukturen, die die natürliche Umgebung des Körpers nachahmen. Auf diesen Matrices differenzieren Stammzellen zu Knochen- und Knorpelzellen. Mit einem Implantat, das derart von körpereigenen Zellen überzogen ist, ließe sich in Zukunft schadhaftes Gewebe ersetzen – ohne Nebenwirkungen.

Die »Fraunhofer-Produktionsanlage für menschliche Haut« der Fraunhofer-Institute für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Produktionstechnologie IPT sowie Zelltherapie und Immunologie IZI ist Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb »365 Orte im Land der Ideen«.

Windbeutel und anderes Brandteiggebäck sollen leicht und locker schmecken. Sind jedoch zu viele Mikroorganismen im Teig, geht dieser beim Backen nicht auf. Forscher haben nun eine Anlage entwickelt, die sich nach jeder Charge Teig automatisch reinigt. Der Teig ist daher steril – er kann erstmals in großen Mengen dezentral hergestellt und an die Bäckereien ausgeliefert werden. Diese und weitere Kombinationen von Reinigungsverfahren und Anlagendesign zeigen Forscher auf der Messe parts2clean vom 25. bis 27. Oktober in Stuttgart (Halle 1, Stand F 610 / G 707).

Gewebe und Organe im Labor zu züchten, daran arbeiten Forscher schon lange. Mithilfe von Tissue Engineering kann man inzwischen zwar künstliches Gewebe aufbauen, an größeren Organen ist die Wissenschaft bisher aber gescheitert. Fraunhofer-Forscher entwickeln jetzt im Projekt »BioRap« mit neuartigen Verfahren künstliche Blutgefäße. Diese könnten künftig die Versorgung solcher Organe gewährleisten. Auf der Biotechnica, die vom 11. bis 13. Oktober in Hannover stattfindet, stellen sie ihre Ergebnisse vor.

Bei der Produktion von Olivenöl bleiben umweltbelastende flüssige und feste Reststoffe zurück. Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart haben in ersten Untersuchungen gezeigt, dass sich diese Reststoffe zur Gewinnung von Bioenergie nutzen lassen. Mehr als zwei Drittel der organischen Trockensubstanz können zu Biogas vergoren werden.

Herpesinfektionen an Lippen, Augen oder Nase sind schmerzhaft, langwierig und unangenehm. Ein neues 3-D-Herpesinfektionsmodell bringt Hoffnung: Wirkstoffe und neue Therapieverfahren lassen sich damit zuverlässig testen, Tierversuche könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

Biodiesel enthält zumeist noch wachsartige Pflanzeninhaltsstoffe, welche die Qualität des Kraftstoffes beeinträchtigen: Bei längerer Lagerung können sie ausflocken und stehen in Verdacht, Kraftstofffilter zu verblocken. Forscher am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart haben spezifische Nanopartikel entwickelt, die diese unerwünschten Begleitstoffe binden.
Im Wissenschaftsjahr 2011 steht die Forschung für unsere Gesundheit im Fokus. Die Fraunhofer-Wissenschaftler arbeiten in vielen Bereichen, damit Menschen gesund bleiben. Auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft sind vom 19. Mai bis zum 29. September 2011 fünf Exponate der Forscher zu sehen.

Sind chirurgische Instrumente oder Implantate mit Rückständen von Bakterien – Pyrogenen – verunreinigt, kann dies zur Blutvergiftung führen. Forscher am Fraunhofer IGB haben einen Test entwickelt, der das menschliche Immunsystem im Labor nachstellt und Tierversuche ersetzt.

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart entwickeln mehrlagige Schichten für Kunststoffkanister, die als Barriere wirken. Sie verhindern, dass Sauerstoff aus der Luft in den Kanister gelangt und das Füllgut zerstört und dass explosive oder giftige Dämpfe aus dem Behälter in die Umwelt gelangen. Gleichzeitig verbessern die Schichten die Entleerung der Kanister auch bei zähflüssigen Füllgütern.

Haut aus der Fabrik! Das klingt nach Science-Fiction – ist es aber nicht. Die »maschinell« produzierte Haut ist keine Idee eines Romanautors, sondern stammt von Biologen und Ingenieuren der Fraunhofer-Gesellschaft. Ihr ehrgeiziges Ziel: Sie wollen Hautmodelle in höchster Qualität herstellen. Dazu haben sie eine »Tissue-Fabrik« entwickelt und aufgebaut. In diesem Jahr soll die Produktion starten.

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart haben nanostrukturierte Oberflächen entwickelt, auf denen Wasser abgestoßen wird und sich auch bei Minusgraden nahezu kein Eis bildet.
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