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Der
weltweite Wasserverbrauch für landwirtschaftliche, industrielle
und private Nutzung steigt stetig, auch wenn regional Maßnahmen zur
Senkung des Wasserverbrauchs durchaus greifen. Dennoch werden – auch
in unseren hochindustrialisierten Zonen – ernst zu nehmende Versorgungsengpässe
prognostiziert. Intelligente Konzepte zur Reinigung und zur Verteilung
von Wasser sind daher gefragt.
Das Fraunhofer IGB übernimmt hier eine Vorreiterrolle und hat Technologien
entwickelt, die kostengünstige
Lösungen
des Wassermanagements in urbanen Strukturen durch dezentrale Aufbereitung von
Abwasserströmen ermöglichen.
Das IGB-Verfahren zeichnet sich besonders durch seine größere Effizienz
und Wirtschaftlichkeit als die heutigen zentralen Verfahren aus und ermöglicht
die wirtschaftliche Generierung und Nutzung unterschiedlicher im Siedlungsgebiet
anfallender Wasserströme (z. B. Grauwasser zur Toilettenspülung oder
Gartenbewässerung, Schwarzwasser zu Brauchwasser in Badewasserqualität,
usw.). In einer nachhaltigen Abwasserreinigungsanlage mit integriertem Stickstoff-Recycling
können zudem die neuen Grenzwerte für die Einleitung von Stickstoff
in den Vorfluter (11 mg/l) problemlos eingehalten werden. Das Konzept eignet
sich sowohl für kleine Kommunen ab 100 Einwohner, denen der gesetzlich vorgeschriebene
Anschluss an zentrale Großkläranlagen zu teuer ist, als auch für
Megastädte ohne Abwasserinfrastruktur. In Entwicklungs- und Schwellenländern
hilft die Technologie nicht nur Kosten sondern auch Wasser einzusparen. |