Gasförmige Substrate

Gase wie Biogas oder Synthesegas werden als Substrat verwendet, um Basischemikalien oder Biopolymere wie Polyhydroxyfettsäuren herzustellen. Bei der Verwertung von Biogas (Gemisch aus Methan und CO2) kommen methanotrophe, also aerobe Mikroorganismen zum Einsatz, bei der Verwertung von Synthesegas (Gemisch aus CO und H2) anaerobe Bakterien.

Referenzprojekte

ECOX2 – Enzymatische und chemokatalytische Oxidationskaskade in der Gasphase (2) – Phenol aus Biogas

Im Projekt ECOX2 entwickelt das Fraunhofer IGB mit seinen Projektpartnern ein chemokatalytisch-biotechnisches Verfahren, um Methan aus Biogas zu Phenol umzusetzen. Das Verbundvorhaben knüpft dabei an das Projekt ECOX an, in dem aus Methan durch ein kombiniertes chemo-enzymatisches Verfahren erfolgreich Methanol und Ameisensäure hergestellt werden konnten.

Laufzeit: Juli 2017 – Juni 2020

Enzymtechnische Herstellung von Methanol und Ameisensäure

 

Die energetische Nutzung von Biogas ist effizient, wenn die Wärme das ganze Jahr über sinnvoll genutzt wird, was aber nicht bei allen Biogasanlagen der Fall ist. Daher wird seit langem an Möglichkeiten einer stofflichen Nutzung von Biogas – das sich aus etwa 40 bis 75 Prozent Methan, 25 bis 55 Prozent Kohlenstoffdioxid und 10 Prozent Wasser zusammensetzt – geforscht, beispielsweise zur Herstellung von Methanol.

SusPackaging –

Kosteneffiziente Produktion von Polyhydroxyalkanoaten

 

Aufgrund des wachsenden Problembewusstseins für Umweltverschmutzung durch Plastik steigt die Nachfrage nach umweltverträglichen Verpackungen − insbesondere in der Kosmetik‑ und Lebensmittelindustrie. Ziel des Projekts ist daher, eine grüne Wertschöpfungskette für die Produktion von biobasierten und bioabbaubaren Verpackungsmaterialien aufzubauen. Das IGB konzentriert sich im Rahmen des Vorhabens auf Polyhydroxyalkanoate (PHA), die ähnliche Eigenschaften wie herkömmliche Kunststoffe aufweisen, aber biologisch abbaubar sind.