Prozessvalidierung

Um geeignete, praxistaugliche Alternativen zu gängigen Prozessen entwickeln zu können, müssen unsere Verfahren in ihrer Konzeption auf die Anforderungen eines Produktionsprozesses für beispielsweise Lebensmittel oder Wirkstoffe angepasst werden. Dafür ist es erforderlich, den Gesamtprozess zu analysieren und zu validieren – von der Produktentwicklung, Verarbeitung und Stabilisierung bis zur Anlagentechnik und Verpackung.

Integrierter Prozessansatz

Konzepte des Hygienic Design und der CIP-Reinigung (cleaning in place, CIP) spielen dabei eine zentrale Rolle: Konzepte des Hygienic Design helfen, Schwachstellen einer Anlage zu identifizieren und Optimierungsbedarf aufzuzeigen. Eine zentrale spielen auch die Bedingungen für eine CIP-Reinigung (cleaning in place), beispielsweise für die Untersuchung und Bewertung der Reinigbarkeit einer Produktionsanlage.

Darüber hinaus wird die Weiterentwicklung und prozesstechnische Optimierung produktschonender, alternativer Verfahren und ihre Integration in den Produktionsprozess unter Berücksichtigung gängiger Standards der Lebensmittelproduktion und Risikoanalysenverfahren wie HACCP (hazard analysis and critical control points) durchgeführt.

Bei der Konzeption und Umsetzung betrachten wir die entwickelten Systeme ebenfalls im Hinblick auf ihre Ressourcen- und Energieeffizienz.

Referenzprojekte

EnReMilk –

Validierung eines reduzierten Wasser- und Energiebedarfs in der Milchverarbeitung

Bei der Milchverarbeitung kommen meist Plattenwärmetauscher zum Einsatz. Dabei werden die Produkte im Gegenstrom zu heißem Wasser oder Dampf geführt und somit auf die benötigte Temperatur gebracht. Eine Alternative hierzu bietet die Mikrowellentechnologie. Das Fraunhofer IGB hat im Rahmen des EU-Projekts »EnReMilk« in einen Langzeitversuch gezeigt, dass der Einsatz der Mikrowellentechnologie den Reinigungsaufwand in Pasteurisierungsanlagen deutlich reduziert und somit Zeit, Energie und Kosten einspart.

Laufzeit: Januar 2014 – Dezember 2017

Automatisierte Herstellung eines konservierungsstofffreien Brandteiges – ProEclair

 

Ziel des von der EU geförderten Projektes »ProEclair« war die automatisierte Herstellung traditioneller Brandmasse unter aseptischen Bedingungen. Hierdurch sollte die Lagerstabilität wesentlich verlängert werden.

 

Laufzeit: November 2008 – Oktober 2011