Rückgewinnung von organisch gebundenem Phosphor

Aufbereitung organischer Reststoffe zur Rückgewinnung gebundenen Phosphors

In vielen organischen Abfällen liegt Phosphor nicht nur anorganisch, sondern auch organisch gebunden vor. Diese Phosphorverbindungen sind in der Natur teilweise sehr stabil, weshalb die Phosphor-Düngung beispielsweise bei der Applikation von Gülle oder Gärresten nur schwer kontrolliert werden kann. Häufig wird Phosphor daher übermässig in den Boden eingetragen – mit negativen Folgen für die Umwelt.

Für die in landwirtschaftlichen Reststoffen enthaltenen organischen Phosphate haben wir am Fraunhofer IGB biokatalytische Prozesse zu deren Mineralisierung entwickelt. Auf diese Weise lassen sie sich als hochwertiger Dünger zurückgewinnen.

Enzymatische und chemische Rückgewinnung von organischem Phosphor für verbesserte Phosphatfällung

Reaktor für die biokatalytische Rückgewinnung von organischen Phosphorverbindungen.
Reaktor für die biokatalytische Rückgewinnung von organischen Phosphorverbindungen.

Der natürliche biologische Abbauprozess wandelt organische Bestandteile in anorganische pflanzenverfügbare Ionen um (NO3, NH4+, PO43–). Diese Prozesse können mehrere Monate oder Jahre in Anspruch nehmen und hängen von örtlichen Gegebenheiten wie Humusgehalt, Temperatur, Feuchtigkeit und der Aktivität der Mikroorganismen ab.

Eine eigens entwickelte analytische Methode erlaubt uns, die Art der Phosphorverbindungen in organischen Abfällen zu bestimmen.

Für die in landwirtschaftlichen Reststoffen enthaltenen organischen Phosphate haben wir einen biokatalytischen Prozess zur Mineralisierung der Phosphate und zu deren Rückgewinnung als hochwertiger Dünger entwickelt.

Referenzprojekt

PhosFarm –

Phosphorrückgewinnung aus landwirtschaftlichen Reststoffen mittels enzymatischer Prozesse