Bevor industrielle Abwässer gereinigt und entsorgt werden können, müssen sie ganz unterschiedlich aufgearbeitet werden. Dies hängt von einzelnen Faktoren ab wie z. B. Verschmutzungsart und Konzentration, Durchsatz und Reinigungsgrad, aber auch wirtschaftliche und technische Umsetzungsmöglichkeit. Der Reinigungsprozess kann dabei biologische, chemische oder mechanische Verfahrensschritte erfordern, wobei es in den meisten Fällen von Vorteil ist, verschiedene geeignete Verfahrensschritte in einem Prozess zu kombinieren.
Stand der Technik
Bei der Be- und Verarbeitung von metallischen Werkstoffen fallen flüssige und feste Abfälle aus Kühlschmierstoffen, Reinigungslösungen und Schleifschlämmen an. Deren Mengen konnten aufgrund zahlreicher Vermeidungs- und Verwertungsstrategien in den letzten Jahren stark reduziert werden. Dennoch fallen nicht vermeidbare Abfälle an. Dabei handelt es sich weitgehend um Stoffgemische aus wässerigen, öligen und partikulären Bestandteilen. Diese werden seither mit mechanischen sowie physikalisch-chemischen Trenntechniken aufgearbeitet. Die Entsorgung erfolgt oft durch Ultrafiltration und Eindickung der Ölphase im Dünnschichtverdampfer. Das Filtrat enthält gelöste Metalle, deren Konzentration die gesetzlich vorgeschriebenen Einleitwerte überschreiten könnte.