Chemische Energiespeicher

Für das Gelingen der Energiewende, in deren Zuge die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland kontinuierlich ausgebaut wird, sind neben einem Ausbau der Netze auch neue Technologien erforderlich, überschüssige Energie zu speichern. Energiespeichersysteme sorgen so für einen raschen Lastenausgleich und stellen elektrische Energie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Verfügung. Neben Batteriespeichersystemen können chemische Energiespeicher eine sinnvolle Lösung bieten.

Referenzprojekte

Centrum für Energiespeicherung

Entwicklung von Verfahren zur Herstellung flüssiger und fester chemischer Energieträger mithilfe elektrischer Energie.

Kosteneffiziente Umwandlung von Kohlendioxid in Feinchemikalien – CELBICON

Entwicklung von neuen »CO2-to-chemicals«-Technologien. Dieses Ziel wird durch die Kombination aus Absorption von CO2 aus der Luft, elektrochemischer CO2-Umsetzung zu C1-Intermediaten und einer abschließenden Fermentation der Intermediate zu höherwertigen Chemikalien erreicht.

Fraunhofer-Leitprojekt »Strom als Rohstoff«

Die Energiewende in Deutschland ist in vollem Gange. Im Jahr 2013 machten erneuerbare Energien 24 Prozent der Stromerzeugung von 630 TWh aus. Bis 2050 soll ihr Anteil auf 80 Prozent steigen, gleichzeitig sollen die Treibhausgasemissionen um 80 Prozent gegenüber 1990 sinken. Der damit verbundene Ausbau von Windkraft und Fotovoltaik lässt das Stromangebot aus fluktuierenden Energiequellen deutlich weiter ansteigen. Für den Industriestandort Deutschland stellt sich daher die drängende Frage, ob und wie sich das zu erwartende Überangebot im Energiesystem effizient mit energieintensiven Produktionssystemen koppeln lässt.