Spezial- und Feinchemikalien

Die chemische Industrie benötigt verschiedene Zusatzstoffe für Produktions- und Herstellungsverfahren. Es existiert bereits eine sehr große Anzahl solcher Stoffe, die zur Gruppe der Spezial- und Feinchemikalien zusammengefasst werden können. Diese werden beispielsweise eingesetzt als Aromastoffe in Lebensmitteln, als Wirkstoffe in Pharmazeutika oder als Additive in Polymeren. Im Zuge der Entwicklung einer nachhaltigen Industrie, besteht ein immer größerer Bedarf an biobasierten Chemikalien mit speziellen Eigenschaften für definierte Anwendungsbereiche.

Am Fraunhofer IGB werden komplexe Synthesen und moderne Analysetechniken für die Herstellung von neuen biobasierten Spezial- und Feinchemikalien eingesetzt. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf dem Einsatz natürlicher Syntheseverfahren und der Verwendung regenerativer Ressourcen. Unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte entstehen so bereits im Labormaßstab maßgeschneiderte Chemikalien für den Einsatz in nachhaltigen Industrieprozessen.

Referenzprojekte

Aromatische Synthesebausteine aus Lignin – Lignoplast

Die gewünschten Aromaten werden durch hydrolytischen Abbau der makromolekularen Lignine gewonnen und anschließend chemisch und enzymatisch funktionalisiert, um Klebstoffe, Lacke, Polyurethane und Epoxide herzustellen.

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Kosteneffiziente Umwandlung von Kohlendioxid in Feinchemikalien – CELBICON

Entwicklung von neuen „CO2-to-chemicals“-Technologien. Dieses Ziel wird durch die Kombination aus Absorption von CO2 aus der Luft, elektrochemischer CO2-Umsetzung zu C1-Intermediaten und einer abschließenden Fermentation der Intermediate zu höherwertigen Chemikalien erreicht.

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Amine nachhaltig produziert – Bi-Amin

Biotechnologische Verfahren eröffnen die Möglichkeit, anstelle fossiler Rohstoffe auch verschiedene nachwachsende Rohstoffe als Substrate einzusetzen. Außerdem arbeiten Biokatalysatoren – Enzyme, die vielfach aus Mikroorganismen oder Pflanzen gewonnen werden – am besten bei niedrigen Temperaturen und unter Normaldruck, also unter »natürlichen« Bedingungen. Dies kann die Energiebilanz des Herstellungsprozesses verbessern.

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