Grenzflächenbiologie und Hygiene

Leistungsangebot

Grenzflächenbiologie und Hygiene

  • Immobilisierung von Mikroorganismen an Oberflächen
  • Vermeidung und Nutzung von Biofilmen
  • Inaktivierung und/oder Abbau mikrobieller Zellen durch photokatalytische Prozesse, antimikrobielle Oberflächen, Plasmasterilisation, UV-Behandlung, Ultraschall oder Filtration
  • Anwendung von Signalmolekülen für Biosensoren

 

Mikrobiologische Bewertung

  • Bewertung der mikrobiellen Belastung auf Oberflächen und Bauteilen (z. B. in Medizintechnik, Hygiene und Bau) sowie und in prozessberührten Medien (z. B. Wasser)
  • Bewertung der antimikrobiellen Eigenschaften speziell ausgerüsteter Oberflächen
  • Auswahl und Kultivierung geeigneter Testorganismen zur Bewertung von Oberflächen
  • Methodenentwicklung (neue Bewertungsverfahren) bei speziellen Anforderungen oder neuen Fragestellungen
  • mehr Info: Etablierte Bewertungsverfahren und Prüfaufbauten

 

Verfahrens- und Materialentwicklung

  • Entwicklung von Verfahren zur Verminderung mikrobieller und chemischer Belastung in unterschiedlichen Bereichen (z. B. Sterilisationsverfahren, Standzeitverlängerung von Reinigungsbädern, Prozesswasseraufbereitung, kostengünstige Aufarbeitung von Prozessmedien, Abwasseraufbereitung)
  • Entwicklung von innovativen Werkstoffen zur Reduzierung der Biofilmbildung an Verpackungsmaterialien, Rohrleitungen, medizinischen Gütern und / oder für die Gestaltung von Arbeitsflächen

 

Infrastruktur und Geräteausstattung

  • Mikrobiologische Laboratorien mit einer modernen Ausstattung sowie ein entsprechend qualifiziertes Team erlauben den Umgang mit Mikroorganismen der Risikogruppen 1 und 2.
  • Für Untersuchungen an photokatalytisch ausgerüsteten Oberflächen stehen Aktivierungseinheiten zur Verfügung, in denen unter definierten Bedingungen eine biologische Charakterisierung der Prüfkörper erfolgen kann.
  • Qualitative und quantitative Messverfahren mit der Möglichkeit, verschiedene Werkstoffe oder Produkte zu vergleichen.
  • Verfahren zur Bewertung der Adhäsionseigenschaften und der Biofilmbildung unter statischen und dynamischen Bedingungen.
  • Freilandexperimente zur Untersuchung von Witterungseinflüssen werden auf Anfrage geplant.

 

Testorganismen

Als Testorganismen werden Bakterien, Pilze und Algen eingesetzt. Das Spektrum umfasst die Untersuchung mit definierten Teststämmen axenischer Kulturen (z. B. Escherichia coli, Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa, Aspergillus niger, Scenedesmus spec.) sowie den Einsatz von standorttypischen Mischpopulationen. Die Auswahl der Testorganismen orientiert sich an der Zellwandzusammensetzung der Organismen, bekannten Resistenzen, genetisch bedingten Stoffwechseleigenschaften, angestrebten Anwendungsgebieten der Produkte sowie der Biofilmbildung.

Aufgrund der Ausstattung und fachlichen Qualifikation sind am Fraunhofer IGB Arbeiten mit Mikroorganismen der Risikogruppe 1 und 2 möglich. Entwickelt wurden außerdem gentechnisch veränderte Stämme relevanter Organismen, welche fluoreszierende Proteine produzieren, die abhängig vom Stadium der Biofilmbildung exprimiert werden.