Nasschemische Modifikation

Wir haben eine Vielzahl von verschiedenen Polymeren für die nasschemische Beschichtung von Membranen entwickelt. Diese Polymere sind thermisch oder photochemisch vernetzbar und daher sind die resultierenden Beschichtungen langfristig stabil. Auf diese Weise können wir Beschichtungen mit hydrophilen bis hydrophoben Eigenschaften ausstatten oder auch funktionelle Gruppen (z. B. Amine) einführen, die als Basis für weitere chemische Modifikationen sind.

Am Fraunhofer IGB verfügen wir über die Infrastruktur, um kontinuierliche Rolle-zu-Rolle-Beschichtungen sowohl für Hohlfaser- als auch für Flachmembranen herzustellen. Durch die Kontrolle der Benetzungseigenschaften der Membranen lässt sich steuern, ob sich die Beschichtung auf der Oberfläche der Membran oder innerhalb der Poren befindet. Darüber hinaus gibt es Beschichtungssysteme, die auch für eine Beschichtung innerhalb von Hohlfasern geeignet sind. Neben der Polymerbeschichtung sehen uns auch noch weitere Technologien zur Verfügung, etwa die Zwischenflächenpolymerisation oder Pfropfung. Für Vorwärtsosmose-Anwendungen sind bieten wir außerdem Dünnschicht-Verbundmaterialien mit geeigneten Eigenschaften an.

Unsere Forschung

Dichte Metallmembranen

Membranen zur Abtrennung von Wasserstoff aus anderen Gasen.

Supported-Ionic-Liquid-Membranen

Dank ihrer einzigartigen chemischen und thermischen Eigenschaften werden ionische Flüssigkeiten als Absorber eingesetzt (Suppored-Ionic-Liquid-Membranen (SILM) zur Gastrennung).

Membranen zur Feuchtigkeitsregulierung

Membranen für Be- und Entfeuchtungsanwendungen, für die Dehydration von Gasen und zur Klimatisierung von Gebäuden.

Referenzprojekte

MAVO MEGA – Funktionale Membranen für die sichere, energieeffiziente Gastrennung

Der industrielle Einsatz technischer Membranen ist bisher überwiegend auf die Flüssigfiltration und weniger auf die Gastrennung ausgelegt. Im Projekt MEGA wurden am Fraunhofer IGB in Kooperation mit drei weiteren Fraunhofer‑Instituten Mixed‑Matrix‑Membranen entwickelt, die aufgrund verbesserter Trenneigenschaften im Vergleich zu reinen Polymerbeschichtungen ein großes Potenzial für die Gastrennung besitzen.