Leistungszentrum Mass Personalization

Im Oktober 2017 startete das Leistungszentrum Mass Personalization als gemeinsame Initiative der Fraunhofer-Institute IPA, IGB, IBP und IAO, der Universität Stuttgart und zahlreicher Industriepartner der Region. Es erforscht interdisziplinär und branchenübergreifend Methoden, Verfahren, Prozesse, Produktsysteme und Geschäftsmodelle zur Herstellung personalisierter Produkte.

 

»Mass Personalization« – Personalisierte Produkte zum günstigen Preis

Das Konzept »Mass Personalization« umschreibt eine Neuausrichtung der Produktentstehung, die vom Aufbau eines ganzheitlichen Nutzerverständnisses bis zur nahtlosen Umsetzung in personalisierten Produkt- und Dienstleistungsinnovationen führt – zu Kosten, die kaum höher sind als die von Massenprodukten. Die Projektlaufzeit des Leistungszentrums beträgt 2,5 Jahre mit einem Gesamtprojektvolumen von 12,5 Millionen Euro. In dieser ersten Pilotphase fördert die Landesregierung Baden-Württemberg mit insgesamt fünf Millionen Euro. Dies gaben Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 16. Oktober 2017 bekannt. Neben dem Land Baden-Württemberg beteiligt sich auch Fraunhofer mit 2,5 Millionen Euro.

Die Prozesskette zur »Mass Personalization« wird in drei Pilotprojekten zu jeweils konkreten Anwendungsszenarien aus den Bedürfnisfeldern Gesundheit, Mobilität und Wohnen bearbeitet. Das Fraunhofer IGB und sein Partnerinstitut IGVP an der Universität sind in zwei dieser Pilotprojekte involviert. Im Themengebiet »Personalisierte biomechanische Assistenzsysteme« forschen das IGVP und IGB gemeinsam an neuartigen Implantat-Materialien. Deren Oberflächen sollen, z. B  mithilfe additiver Fertigungsverfahren wie dem Inkjet-Druck, mit funktionalen Eigenschaften ausgestattet werden.

Das Pilotprojekt »Personalisierte therapeutische Produkte« beschäftigt sich mit Konzepten und der Umsetzung von Qualitätssicherung, Logistik und Produktionstechnologien in der »Mass Personalization«-Prozesskette. Hier arbeiten IGVP und IGB eng zusammen, um z. B ein neuartiges Nachweissystem für Mikroorganismen und deren entzündungsauslösende Bestandteile zu entwickeln. Das System soll auf Basis menschlicher Immunrezeptoren funktionieren und ohne einen zeitlich und apparativ aufwendigen Bluttest auskommen.

Leistungszentren organisieren den Schulterschluss der universitären und außeruniversitären Forschung mit der Wirtschaft und zeichnen sich durch verbindliche, durchgängige Roadmaps der beteiligten Partner in den Leistungsdimensionen Forschung und Lehre, Nachwuchsförderung, Infrastruktur, Innovation und Transfer aus. Sie sind ein Angebot an die Politik, wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlichem Nutzen prioritär zu entwickeln.

Leistungszentren

»Mass Personalization« – Personalisierte Produkte zum günstigen Preis

Projektinformationen

Projekttitel

Leistungszentrum »Mass Personalization«

 

Projektlaufzeit

Oktober 2017 – März 2020

 

Kooperationspartner

  • Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart
  • Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, Stuttgart
  • Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart
  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart (Koordinator)
  • Universität Stuttgart, Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik und Plasmatechnologie
  • Institut für Akustik und Bauphysik IABP, Stuttgart
  • Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT, Stuttgart
  • Institut für Elektrische Energiewandlung IEW, Stuttgart
  • Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb IFF, Stuttgart
  • Institut für Strahlwerkzeuge IFSW, Stuttgart
  • Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft INSPO, Stuttgart
  • Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen ISW, Stuttgart

Förderung

Wir danken dem Land Baden-Württemberg bzw. den Ministerien für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und für Wissenschaft, Forschung und Kunst für die Förderung des Projekts »Leistungszentrum für Mass Personalization«.