Produktaufarbeitung

Innovative Verfahren für effizientes Downstream-Processing

Herausforderung: Verfahren zur effizienten Wertstoffabtrennung und Wertstoffaufreinigung

Bei chemischen Synthesen oder biotechnologischen Herstellungsverfahren entstehen in der Regel Stoffgemische oder Produkte, die mit Nebenprodukten verunreinigt sind bzw. aus der Fermentationsbrühe abgetrennt und aufgereinigt werden müssen. Eine Schlüsselaufgabe bei den meisten Prozessen in Chemie und Biotechnologie ist daher die Abtrennung von Molekülen aus Gemischen, entweder zur Gewinnung oder Aufreinigung von Stoffen oder zur Entfernung störender Nebenprodukte. Dabei bestimmen die zur Produktaufarbeitung und -konditionierung eingesetzten Verfahren maßgeblich die Effizienz der gesamten Prozesskette zur Herstellung chemischer und biotechnologischer Produkte.

Unser Alleinstellungsmerkmal: Aufarbeitungsverfahren vom Labor- bis zum Pilotmaßstab

Am Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP bieten wir umfassende Lösungen für das Downstream Processing und die Produktaufbereitung von biotechnologischen und chemischen Prozessen. Unser Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung, Skalierung und Evaluierung von Aufarbeitungsverfahren für Produktmischungen vom Labormaßstab bis hin zum Pilotmaßstab.

Dabei greifen wir auf modernste Technologien zurück, um maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Anforderungen zu entwickeln. So sind wir beispielsweise in der Lage, hochwertige Produkte wie Furanderivate oder Carbonsäuren aus Neben- und Seitenströmen der nachwachsenden rohstoffverarbeitenden Industrie zu gewinnen, Fermentationslösungen aufzuarbeiten oder organische Komponenten, wie Phenole, aus chemischen Prozessströmen aufzureinigen.

 

Leistungsspektrum

Die Effizienz eines Prozesses zur Herstellung von Grund- und Feinchemikalien wird maßgeblich durch die Produktaufarbeitung beeinflusst, weshalb dieser Schritt eng in die Verfahrensentwicklung des Herstellungsprozesses eingebunden werden sollte.

Unser schrittweises Vorgehen zur Auslegung eines Aufbereitungsprozesses umfasst die Konzeption und Auswahl geeigneter Trennverfahren, die Modellierung mittels Simulationsverfahren sowie die experimentelle Abbildung und Untersuchung im Labor- wie Pilotmaßstab.

Dabei wird die industrielle Umsetzbarkeit der Aufarbeitungsverfahren bereits im Labormaßstab bewertet und daraufhin optimiert. So dienen die generierten Daten für techno-ökonomische Betrachtungen und als Grundlage für die weitere Skalierung der Prozesse bis hin zum Industriemaßstab.

Mit experimentellen Untersuchungen stellen wir Partnern und Kunden erste Produktmuster für eine anwendungstechnische Charakterisierung bereit. 

Skalierung und Optimierung der Aufbereitungstechnologien

Unsere Expertise erstreckt sich über eine Vielzahl von Aufbereitungsverfahren, die präzise auf Ihre Produktanforderungen abgestimmt werden. Mit der Skalierung Ihrer Prozesse in den Pilotmaßstab unterstützen wir Sie dabei, Ihre Produktionsverfahren wirtschaftlich und technisch zu optimieren.

Simulation zur Kosten- und Prozessoptimierung

Zeit ist ein kritischer Faktor in der Verfahrensentwicklung. Daher setzen wir auf Simulationsverfahren, um bereits im Vorfeld optimale Prozessparameter zu bestimmen. Durch die Simulation können die besten Bedingungen für Destillationen, Adsorptionsprozesse und andere Aufbereitungsverfahren identifiziert werden, ohne kostspielige und zeitaufwändige Experimente durchführen zu müssen.
Vorteile im Überblick:

  • Zeit- und Kosteneinsparungen: Reduzierung des Versuchsaufwands durch Vorsimulation
  • Weitere Kostensenkung: Einsparungen bei Roh- und Hilfsstoffen
  • Gesteigerte Effizienz: Optimale Festlegung der Prozessparameter, was zu höherer Produktqualität und Ausbeute führt
  • Sicherheitsfaktor: Kritische Prozessschritte können im Voraus identifiziert und beseitigt werden

Die Anwendung der Simulation ist ein entscheidender Schritt in der modernen industriellen Forschung und Entwicklung.

Ausstattung

Anlagen zur Produktaufreinigung und -konditionierung

Zur Aufarbeitung von Produkten stehen am Fraunhofer CBP folgende Anlagen zur Verfügung:

  • Destillationskolonnen zur Aufarbeitung unter atmosphärischem Druck und im Vakuum mit Kapazitäten von 1 L/h bis 80 L/h
  • Fallfilm-, Dünnschicht- und Kurzwegverdampfer zur Destillation im Vakuum bis zu 350 °C, ausgeführt nach ATEX-Richtlinien und mit Durchsätzen bis zu 60 L/h
  • Anlage zur Flüssig-Flüssig-Extraktion mit einem maximalen Durchsatz von 85 kg/h
  • Einheit zur Fest-Flüssig-Extraktion mit einer Kapazität von 25 L
  • Anlage zur Hochdruckextraktion im kontinuierlichen und diskontinuierlichen Betrieb mit flüssigem Propan und überkritischen Kohlenstoffdioxid für Extraktionsraten bis zu 10 kg/h

Alle Anlagen sind nach ATEX ausgeführt (Zone 2, Hochdruckextraktion Zone 1).

Thermische Aufbereitung

Mittels Verfahrenstechniken wie Trocknung, Destillation, Rektifikation usw. können Gemische aufgrund unterschiedlicher Dampfdrücke getrennt werden.

Herausstellungsmerkmal des Fraunhofer CBP ist die Möglichkeit, dies in explosionssicherer Umgebung durchzuführen zu können. Ebenfalls ist es möglich, temperatursensitive oder hochsiedende Produkte schonend unter Vakuum zu separieren.

Ausstattung und Angebot Trocknungstechnologien

Für die Trocknung von Intermediaten und Produkten setzen wir verschiedene Trocknungstechnologien ein.

Zur Konzentrierung von Lösungen oder Suspensionen können wir am Fraunhofer CBP schonend unter Vakuum eindampfen (300 L/Batch) und im Anschluss unter Vakuum weiter trocknen (30 L/Batch im Horden- bzw. 600 L/Batch im Vakuumfiltertrockner) sowie Sprühtrocknen (7,5 kg/h) oder Gefriertrocknen (24 L/Batch).

Größere Trocknungskapazitäten, auch unter Hygieneanforderungen für den Lebensmittelbereich, erschließen wir gerne über unser Partnernetzwerk.

Für die Untersuchung der Machbarkeit und die Trocknung geringerer Mustermengen stehen Laboranlagen zur Verdampfung, Gefrier- und Sprühtrockung am Fraunhofer IGB in Stuttgart zur Verfügung. Die hier zur Verfügung stehenden Düsenvarianten bei der Sprühtrocknung ermöglichen sowohl das Versprühen homogener Lösungen (Zweistoffdüse) als auch das Versprühen zweier miteinander nicht mischbarer Flüssigkeiten (Dreistoffdüse).

Mit dem am IGB entwickelten Verfahren zur Trocknung mit überhitztem Wasserdampf können während des Trocknungsschritts auch volatile Stoffe abgetrennt und zur weiteren Verwendung oder zur separaten Entsorgung kondensiert werden.

Fallfilmverdampfer
Fallfilmverdampfer.
Vakuumrektifikation
Vakuumrektifikation.

Hochtemperatur-Vakuumdestillationsanlage

Hochtemperatur-Vakuumdestillation
© Norbert Michalke / Fraunhofer CBP
Hochtemperatur-Vakuumdestillation
© Fraunhofer IGB
Nahaufnahme Hochtemperatur-Vakuumdestillationsanlage
© Fraunhofer IGB
Flussdiagramm der Hochtemperatur-Vakuumdestillationsanlage

Für die destillative Aufreinigung von hochsiedenden Stoffen bzw. Stoffgemischen findet eine Hochtemperatur-Vakuumdestillationsanlage Anwendung. Kernstücke der Anlage sind ein Entgaser, ein Kurzwegverdampfer sowie ein Dünnschichtverdampfer mit Rektifikationskolonne. Die einzelnen Apparate können wahlweise mit einander verschaltet werden. Insbesondere bei temperaturempfindlichen Stoffen ist es wichtig, diese unter schonenden Temperaturen im Bereich des Feinvakuums zu destillieren, um eine Zersetzung zu vermeiden.

 

Technische Daten

  • Druckbereich 0,005 – 100 mbar
  • Temperaturbereiche 200 / 250 / 350 °C
  • Entgaser, Kurzwegverdampfer 0,4 m²
  • Dünnschichtverdampfer 1,0 m² mit Rektifikationskolonne
  • Fördermenge 50 kg/h
  • Material 1.4404 / 1.4571
  • ATEX-konform (Zone 2, T1/T2)
  • Inerte Produktabfüllung in Fässer bzw. IBCs

 

Musterprozess

Die Hochtemperatur-Vakuumdestillationsanlage wird u. a. für die destillative Aufreinigung von Tallöl eingesetzt. (Roh-)Tallöl fällt als Nebenprodukt bei der Zellstoffgewinnung an. Es besteht überwiegend aus Tallölfettsäuren (besonders Ölsäure und Linolsäure), Harzsäuren (hauptsächlich Abietinsäure) sowie aus neutralen und unverseifbaren Bestandteilen, deren Hauptkomponente b-Sitosterol ist. In dem Entgaser werden zunächst leichtflüchtige Verunreinigungen abgetrennt. Im Kurzwegverdampfer erfolgt daraufhin eine Grobfraktionierung der Fett- und Harzsäuren von den unverseifbaren Bestandteilen. In dem nachfolgenden Dünnschichtverdampfer mit Rektifikationskolonne können Fettsäuren mit einer Reinheit mehr als 95 Prozent gewonnen werden. Fettsäuren dienen u. a. als Einsatzstoff für Folgeprodukte wie Fettsäureepoxide. 

 

Physikalisch-chemische Aufbereitung

Zu unseren Kernkompetenzen gehören die Feststoffextraktion, die Flüssig-Flüssig-Extraktion sowie verschiedene Membranfiltrationstechniken, wie bspw. Nanofiltration und Umkehrosmose. Darüber hinaus können wir unseren Partnern Produktaufbereitung mittels Adsorption und Absorption anbieten.

Hochdruck-Extraktionsanlage zur lösemittelfreien Extraktion

© Fraunhofer IGB
Hochdruck-Extraktionsanlage
© Fraunhofer IGB
Pilotanlage zur Extraktion mit überkritischen Flüssigkeiten unter hohem Druck (SFE)
© Fraunhofer IGB
Flussdiagramm der Hochdruck-Extraktionsanlage

Mit unserer Hochdruck-Extraktionsanlage können wertvolle Inhaltsstoffe aus Biomasse angereichert bzw. isoliert werden. Das spezielle Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass Kohlenstoffdioxid unter überkritischen Bedingungen ein hervorragendes Lösungsvermögen aufweist und nach dem Extraktionsvorgang durch Entspannung rückstandsfrei vom erhaltenen Extrakt abgetrennt wird. Durch die Verwendung von Ethanol als Co-Solvent sowie mehrere Entspannungsstufen kann die Selektivität der Extraktion und Fraktionierung zusätzlich gesteigert werden. Für die Extraktion unpolarer Wertstoffe setzen wir alternativ auch flüssiges Propan als Extraktionsmittel ein.

 

Technische Daten

Temperatur bis 80 °C

Extraktionsmittel

  • Propan (bis 100 bar); 10 kg/h
  • scCO2 /+ EtOH (bis 500 bar); 10 kg/h

Extraktionsgut

  • Feststoffe (in 2-L-Batch-Extraktor, Partikelgröße min. 100 µm)
  • Suspensionen in Gegenstromkolonne, Fördermenge 2 kg/h, Partikelgröße min. 1–10 µm, Feststoffgehalt 0,5–20 %

 

Wertstoffabtrennung

  • ein-bis dreistufig mit scCO2
  • dreistufig mit Propan
  • Extraktionsmittelrückgewinnung

Material 1.4571 / 1.4410, meerwassergeeignet

ATEX-konform (Zone 1, T3)

 

Musterprozess

Gegenwärtig wird am Fraunhofer CBP vorrangig die Extraktion von wertvollen Inhaltstoffen aus Algenbiomasse untersucht. Mikroalgen können eine Vielzahl von Stoffen bilden, welche für den Ernährungssektor interessant sind. Abhängig von der eingesetzten Spezies und den Kultivierungsbedingungen bilden diese große Mengen an Fettsäuren (als Triacylglyceride), Proteinen, polaren Membranlipiden (mit Omega-3-Fettsäuren) sowie verschiedene Carotinoide und Phytosterole. So wurde u. a. bereits erfolgreich die Extraktion von b-Carotin aus der Mikroalge Dunaliella salina aufgezeigt. 

Mechanische Aufbereitung

Die mechanische Aufbereitung von Stoffgemischen wie Suspensionen und Emulsionen erfordert Verfahren zur Trennung von Feststoffen und Flüssigkeiten durch Filtration und Zentrifugation. Vakuumtrommelzellenfilter und Filterpressen trennen feste Partikel von Flüssigkeiten, Tellerseparatoren nutzen Zentrifugalkräfte zur Dichtetrennung.

Mit unserem Fachwissen auf diesem Gebiet können wir Sie bei der Entwicklung und weiteren Optimierung Ihres Prozesses unterstützen.

Reaktions- und Extraktionsanlage

© Fraunhofer IGB
100L-Reaktor
© Fraunhofer IGB
Gegenstrom-Extraktionsanlage
© Fraunhofer IGB
Diagramm der Reaktions- und Extraktionsanlage

Die Reaktionseinheit besteht aus einem 100-Liter-Reaktor aus Stahlemaille mit Kondensator und Wechselvorlagen. In der Anlage können Flüssigphasenreaktionen bei Temperaturen zwischen –20 °C und +200 °C realisiert werden. Die Temperierung des Reaktors erfolgt über einen  Thermostat. Über den Kondensator können Lösungsmittel destillativ abgetrennt und Reaktionsprodukte aufkonzentriert werden. Alternativ ist ein Betrieb unter Rückfluss möglich. Reaktion und Destillation erfolgen unter Normaldruck oder im Vakuum bei Drücken von bis ca. 20 mbar (abs). Das Vakuum wird über eine Vakuumpumpe erzeugt und auf den gewünschten Sollwert geregelt.

 

In der Extraktionseinheit werden Stofftrennvorgänge flüssiger Medien mittels Flüssig-/Flüssigextraktion bei Atmosphärendruck und Temperaturen bis 50 °C untersucht. Um den Stoffaustausch optimal zu gestalten, werden die beiden Phasen in der Extraktionskolonne im Gegenstrom geführt. Durch Variation der Betriebsparameter wie Rührerdrehzahl oder Volumenstrom schaffen wir optimale Bedingungen für den zu untersuchenden Trennprozess.

 

Technische Daten

Reaktionseinheit

  • Destillation / Rückflusskochung möglich
  • Material Stahlemaille / Borosilikatglas / PTFE
  • Volumen 100 Liter
  • Druck 50 – 1013 mbar
  • Temperatur –50 – 200 °C
  • Dosierpumpen max. 80 – 120 L/h
  • ATEX-konform (Zone 2, T3)

 

Extraktionseinheit

  • Gerührte Gegenstromextraktionskolonne mit zwei beheizbaren Vorlagebehältern à 100 L und zwei Produktbehältern à 100 L
  • Material Borosilikatglas und PTFE
  • Durchsatz bis 84 L/h
  • ATEX-konform (Zone 2, T3)

 

Zubehör

  • Mobile Filtereinheit für Druck- und Vakuumfiltration

 

Musterprozess

Die Reaktions- und Extraktionsanlage wird u. a. für die Gewinnung von Phytosterolen aus Tallseife eingesetzt. Tallseife ist ein Nebenprodukt aus der Zellstoffindustrie und enthält mind. 2 Prozent Sterole, vorrangig b-Sitosterol, welche nach einer Abtrennung und Aufreinigung in der Kosmetikindustrie oder als Nahrungsergänzungsmittel Anwendung finden. In einem mehrstufigen Prozess bestehend aus kontinuierlicher Flüssig-/Flüssig-Extraktion, Kristallisation, Filtration sowie Lösemittelrückgewinnung und Trocknung erzielen wir Phytosterole mit einer Reinheit von mehr als 98 Prozent.

 

Best-Practice-Anwendungen und -Referenzen

Separation und Aufreinigung von Furanderivaten aus lignocellulosehaltigen Koppelströmen

Zweiphasengemisch
© Fraunhofer CBP
Zweiphasengemisch aus Wasser und Furfural (rechts), gewonnen durch Depolymerisierung von Lignocellulose und destillativer Separation.

Biobasierte Furanderivate wie 2,5-Furandicarbonsäure (FDCA) besitzen insbesondere als biogene Bausteine für Polymeranwendungen eine immer größere Bedeutung. Das Fraunhofer CBP beschäftigt sich intensiv mit der Abtrennung und Aufreinigung von Furanderivaten aus Prozesswässern der hydrothermalen Umwandlung lignocellulosehaltiger Rohstoffe und wendet dabei verschiedene thermische, mechanische und physikalisch-chemische Trennverfahren an. Intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erfolgten u. a. in den vom BMBF geförderten Projekten »KomBiChemPro« und »BBChem« sowie in dem von der EU geförderten Projekt »SteamBio«.

 

Stofftrennung mit Cross-Flow-Membranfiltration

Zur Abtrennung der gelösten und ungelösten Inhaltsstoffe setzen wir Cross-Flow-Membrananlagen ein. Zielsetzung ist die Separation von Poly- und Monomeren bzw. die Reduzierung des Wasseranteils zur energetischen Optimierung des Aufreinigungsprozesses. Die Cross-Flow-Membranfiltration spielt zudem bei der Abtrennung temperaturempfindlicher Substanzen wie 5-Hydroxymethylfurfural (5-HMF) und Ameisensäure eine bedeutende Rolle. Furfuralderivate lassen sich aus den Wässern auch erfolgreich mittels Rektifikation abtrennen, wie wir im Pilotmaßstab mit einem Durchsatz von 2,5 kg/h demonstrieren konnten. Untersuchungen zur Flüssig/Flüssig-Extraktion und Adsorption/Desorption zeigten eine gezielte Trennung der Carbonsäuren von den Furanderivaten. Hier konnten wir die prinzipielle Machbarkeit zur Abtrennung der Furanderivate aus Prozesswässern der hydrothermalen Umsetzung bis in den 100-Liter-Maßstab erfolgreich darlegen.

Keramikrohrmembran
© Fraunhofer CBP
Keramikrohrmembran der Cross-Flow-Membrananlage.
Flachmembranmodul
© Fraunhofer CBP
Flachmembranmodul der Cross-Flow-Membrananlage.
Produktmuster
© Fraunhofer CBP
Aus Prozesswasser mittels Polymermembran aufbereitete Produktmuster, von links nach rechts: Eduktprobe, Permeat, Konzentrat.

Referenzprojekte

Beispiele erfolgreicher Downstream-Aufgaben

  • Gewinnung hochwertiger Extraktstoffe aus Neben- und Seitenströmen der NaWaRo-verarbeitenden Prozessindustrie durch Flüssig-Flüssig-Extraktion mit organischen Lösungsmitteln oder unter hohen Drücken mit flüssigem Propan und überkritischem Kohlenstoffdioxid
  • Aufarbeitung von Fermentationslösungen und Gewinnung von Feinchemikalien
  • Gewinnung organischer Komponenten aus Prozessströmen durch Extraktion / Destillation, Filtration
  • Separation und Aufreinigung von Furanderivaten aus lignocellulosehaltigen Koppelströmen
  • Extraktion hochwertiger Inhaltsstoffe aus Algenbiomasse
 

Forschungsinfrastruktur

 

Chemische und kombinierte Verfahren