München / 04. Mai 2026 - 07. Mai 2026
IFAT 2026
Leitmesse für Umwelttechnologien
Halle B2, Stand 115
Leitmesse für Umwelttechnologien
Halle B2, Stand 115
Auf der IFAT 2026, der internationalen Fachmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, präsentiert die Fraunhofer-Allianz SysWasser ihre aktuellen Forschungsergebnisse und neuesten Entwicklungen (Halle B2, Stand 115).
Das Fraunhofer IGB zeigt dabei einen Biomining-Reaktor zur biologischen Rückgewinnung von wertvollen Metallen und Seltenen Erden aus Elektroschrott, stellt seine Verfahren zur Nährstoffrückgewinnung aus Abwasser sowie konkrete Projektbeispiele aus der Abwasseraufbereitung bis hin zur Wasserwiederverwendung für Kommunen und Industrie vor und erklärt, wie sich Krankheitserreger in Abwasser nachweisen lassen.
Das Fraunhofer IGB zeigt auf der IFAT 2026 eine Auswahl unterschiedlicher Substrate, die aus verschiedenen Abfallströmen rückgewonnene Nährstoffe enthalten. Die gezeigten Muster veranschaulichen, welche wertvollen Komponenten am IGB aus Prozesswässern oder Reststoffen extrahiert werden können. Damit richtet sich das IGB an Unternehmen, die Nährstoffe aus ihren eigenen Abfallströmen zurückgewinnen und damit Ressourcen effizienter nutzen möchten. Ein Schwerpunkt liegt insbesondere auf der Herstellung von Düngemitteln auf Basis rückgewonnener Nährstoffe.
Biomining ist ein Verfahren, das auf den Fähigkeiten von Mikroorganismen und Mikroalgen basiert, Metalle aus festen Materialien zu lösen und aufzunehmen – ein Ansatz, der das Potenzial hat, unsere Art des Recyclings grundlegend zu verändern. Auf der IFAT 2026 stellt das Fraunhofer IGB einen Reaktor vor, mit dem sich mithilfe dieses biologischen Verfahrens wertvolle Metalle aus Elektroschrott zurückgewinnen lassen.
Viren stellen eine unsichtbare Belastung von Abwässern dar – und sind gleichzeitig ein großes Risiko für Gesundheit und Umwelt. Um das Wasser auch von diesen biologischen Gefahren reinigen zu können, bedarf es im ersten Schritt der passenden Nachweisverfahren. Die besondere Relevanz der Gefahr durch Viren hat auch die EU erkannt und den Nachweis von Viren in die 2024 novellierte Kommunalabwasserrichtlinie aufgenommen. Aufgrund dieser verschärften rechtlichen Anforderungen ist der Bedarf an Detektionsverfahren enorm gewachsen. Das Fraunhofer IGB bietet hierfür leistungsstarke molekularbiologische Lösungen an, die selbst geringste Viren-Belastungen zuverlässig erkennen können. Wie der Nachweis funktioniert, zeigt das Institut auf der IFAT 2026 anhand eines Viren-Sensor-Modells.
Ein Forschungsschwerpunkt des Fraunhofer IGB liegt auf der Bioökonomie – also einer auf Kreislaufführung basierenden Wirtschaftsweise. Dabei geht es darum, nicht nur nachwachsende Rohstoffe, sondern auch Abfall- und Abwasserströme als Quelle zu erschließen. Das IGB entwickelt dafür Verfahren, die sich speziell an die Abwasserwirtschaft richten. Auf der IFAT 2026 zeigt das Institut verschiedene konkrete Projektbeispiele aus diesem Bereich, die bereits erfolgreich umgesetzt werden.