Zudem wurde, ebenfalls in enger Abstimmung mit PreZero, an der Festlegung der optimalen Substrate für die Demonstrationsanlage gearbeitet. Dies beinhaltete die Analyse der Zusammensetzung der Substrate sowie die Simulation des Umsatzes der Substrate. In einer ersten Phase wurden folgende Substrate untersucht: Schweinegülle, Hühnertrockenkot sowie Spelzen aus einer Getreidemühle.
Simulationen zum Stoffumsatz sowie zur Wirtschaftlichkeit ergaben, dass der Betrieb der Anlage mit diesen Substraten unter den gegebenen Rahmenbedingungen am Standort Aschersleben nicht wirtschaftlich sein würde. Daher wurde der Substratmix angepasst.
Zu den bereits untersuchten Substraten kamen nun noch Pferdemist und Rübenschnitzel aus einer Zuckerfabrik hinzu. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass sich die Mischung zu einem Drittel aus Schweinegülle, zu einem weiteren Drittel aus Hühnertrockenkot und Pferdemist sowie zu einem Drittel aus Rübenschnitzeln und Getreidespelzen zusammensetzen sollte. Mit diesen Substraten wurden Zerkleinerungs- und Mischversuche durchgeführt, um einerseits herauszufinden, wie entsprechende Mischungen zur weiteren Verarbeitung hergestellt werden können, und um ein Ausgangsmaterial für die weiteren Untersuchungen zu erhalten. Als ein wichtiger Faktor stellte sich dabei das Anmaischen der Spelzen mit Wasser heraus, um eine Quellung der Spelzen vor dem Einmischen zu erreichen.
Der bereits vorliegende Excel-basierte stationäre Simulator wurde optimiert. Bis zu sechs Feed-Substrate wurden berücksichtigt, um komplexe Mischungen zu betrachten. Die Biogasausbeute wird für jedes Substrat berechnet. Die Zusammensetzung der Gärreste wird abhängig vom definierten Mischsubstrat bilanziert. Der Excel-Simulator wurde in der Simulationsumgebung Matlab/Simulink umgesetzt, um das dynamische Verhalten der PIGM-Anlage präziser mit einem Zeitschritt von einer Stunde zu modellieren.