Produktionszelllinien

Das Fraunhofer IGB unterstützt Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen bei der Entwicklung und biotechnischen Herstellung von Nachahmerprodukten und der Entwicklung neuer therapeutischer Proteine. Neben unseren Screeningassays ist die rekombinante Herstellung pharmazeutischer Proteine ein Schwerpunkt unserer Arbeiten.

Ein generisches Interferon-beta wurde Ende 2006 als erstes Biogenerikum aus einem Fraunhofer-Labor für den Markt zugelassen. Eine am IGB entwickelte, löslichere Variante des Interferon-beta wird von der Vakzine Projekt Management (VPM) GmbH in Braunschweig klinisch weiterentwickelt.

Weitere Projekte#

Auto-loop – BioTransporter für die zielgerichtete Freigabe von Biotherapeutika

Im Verbundprojekt wird am Beispiel von entzündlichen Erkrankungen ein neues Prinzip zur gewebespezifischen Freisetzung von Arzneistoffen erarbeitet. Es beruht darauf, dass ein Wirkstoff erst dann an seinem Zielort freigesetzt wird, wenn mit der Erkrankung korrelierte Proteasen in ausreichend hoher Konzentration vorhanden sind und den über eine Peptidkette gebundenen Wirkstoff von seinem Trägerpolymer freisetzen. Die Soll-Schnittstelle für die jeweiligen Proteasen werden dabei über mithilfe der Click-Chemie eingebrachte indikationsspezifische Linker definiert.

Fraunhofer-Leitprojekt »Zellfreie Bioproduktion«

Enzyme, komplexen Peptide und Pharmaproteine für Medizin und Pharmazie werden hauptsächlich mithilfe lebender Zellen oder Organismen entwickelt. Diese Technologie ist zwar inzwischen sehr leistungsfähig, erfährt aber auf vielen Ebenen deutliche Einschränkungen. So limitiert beispielsweise der beträchtliche Stoff- und Energieeintrag die Wirtschaftlichkeit, viele Endprodukte wirken toxisch auf die produzierenden Zellen, und Schritte zur Reinigung der Zielproteine sind oft sehr aufwendig. Im Leitprojekt soll daher untersucht werden, wie sich Proteine in zellfreien Systemen herstellen lassen.