Kunststofftechnik

Kunststofftechnik: Bio-Material trifft Verarbeitungstechnik

Parallel zur Entwicklung neuer biobasierter und bioinspirierter Materialien stellt sich für die industrielle und technische Anwendung dieser biobasierten Materialien die Frage der Kompatibilität mit traditionellen Techniken der werkstofflichen Verarbeitung.


Erfolgsfaktor Verarbeitbarkeit

Erste grundlegende Untersuchungen zur werkstofflichen Verarbeitung unserer neuen innovativen Materialien sind ein integrierter Bestandteil unserer Entwicklungsarbeiten. Die Verarbeitung im Kleinst- und Kleinmaßstab dient dabei vor allem dazu, die Entwicklung neuer biobasierter Materialien nicht nur anwendungs- und eigenschaftsgetrieben, sondern auch unter dem Aspekt der Verarbeitbarkeit voranzutreiben.

Begleitende Untersuchungen zur werkstofflichen Verarbeitung liefern Kunden und Partnern grundlegende Informationen für die zukünftige Prozessierung neu entwickelter biobasierter und bioinspirierter Materialien.

Diese biobasierten Materialien können bei uns in Maßstäben von mehreren Gramm- bis zu niedrigen Kilogramm-Mengen mit industrienahen Maschinen verarbeitet werden. Dazu stehen klassische Urformprozesse wie Extrusion und Spitzguss sowie thermische Umformprozesse zur Verfügung.

 

Analytik neu entwickelter Werkstoffe

Zusätzlich zur Bewertung der Verarbeitungsparameter steht nachgeschaltet eine breite Methodenplattform zur genormten Prüfung und Analyse der neu entwickelten Werkstoffe bereit.

Leistungen

Verarbeitbarkeit

  • Extrusion für Kleinstmengen (ThermoHaake Mini CTW)
  • Spritzguss mit Kolbenplastifizierung inkl. Formen zur Herstellung von Prüfkörpern für mechanische Prüfung (ThermoHaake MiniJet)
  • Laborpresse mit 20 x 20 cm Auflagefläche

Folgende Anlagen stehen in Kürze zusätzlich zur Verfügung:

  • Extruder für die Compoundierung von Kleinst- und Kleinmengen
  • Spritzguss mit Schneckenplastifizierung inkl. Werkzeug zur Herstellung von Prüfkörpern für mechanische Prüfung
  • Rezepturscreening und Entwicklung im Kleinstmaßstab (geringer Materialverbrauch)
  • Bewertung von Verarbeitungsparametern für Upscaling (exklusive Kleinstmengen)
  • Herstellung von Prüfkörpergeometrien für genormte Verfahren zur Bestimmung der Materialkenndaten (thermisch, thermo-mechanisch, mechanisch)

 

Analytik

  • Rheologische Analyse der Materialien (ab 2022)
  • Dynamisch Mechanische Analyse (ab 2022)
  • Thermische Analyse (Thermogravimetrie, thermisches Sorptionsverhalten, Differential Scanning Calorimetry)

Referenzprojekte

 

LTBP ‒

Labor für Technische Biopolymere

In diesem vom bayerischen Staatsministerium geförderten Projekt decken wir die gesamte Wertschöpfungskette biobasierter Materialien ab: von der Identifikation geeigneter Ausgangsstoffe über die Funktionalisierung, Polymerisation und Additivierung bis hin zur Wiederverwertbarkeit und Bioabbaubarkeit.

 

TerPa –

Terpene als Bausteine für biobasierte PolyamideLignin-Bioraffinerie mithilfe kontinuierlicher elektrochemischer Umsetzung

In dem vom BMEL über die FNR geförderten Projekt TerPa werden aus Terpenen, die als Abfälle bei der Holzverarbeitung anfallen, amorphe oder teilkristalline Polyamide entwickelt. Damit wollen wir neue Einsatzbereiche für diese High-Performance-Materialien erschließen.

 

 

Tape2Grape –

Biobasiertes, biologisch abbaubares Veredelungsband für den Obst- und Landbau

Tape2Grape ist ein zu hundert Prozent biobasiertes multifunktionales Veredelungsband für Obst- und Ziergehölze, welches mit individuellen biologischen Inhaltsstoffen ausgerüstet werden kann. Tape2Grape ist biologisch abbaubar und leistet daher einen wichtigen Beitrag zu einer ganzheitlichen, ökologischen Landwirtschaft.

 

ChitoMat –

Ganzheitliche Chitin-Konversion in Materialien für 3D-Druckanwendungen und hochwertige Futtermittelzusatzstoffe

Ziel ist die Synthese thermoplastisch verarbeitbarer Chitinderivate.

Weitere Projekte

 

BiOptik

LiMeOx

TAKEMA