Smarte Infrastrukturen für Smart Cities

Im speziellen Fokus stehen Entwicklungen im Bereich smarter Infrastrukturen, die die Themen Wasser, Energie, Ernährung und Abfall miteinander verbinden und damit eine gesamtheitliche Betrachtung aller Strukturen in der Stadt bedeuten. Das Institut hat langjährige Erfahrung im integrierten Wassermanagement in Städten und Regionen ebenso wie in der Umsetzung von Wasser-4.0-Ansätzen, die die zunehmende Digitalisierung für den Wasserbereich aufgreift. Kern ist die Erarbeitung von integrierten Strategien für Quartiere, Städte und Gemeinden, die eine Anpassung an die durch den Klimawandel verursachten Starkregenereignisse, Trockenperioden, etc. erlauben.

Wassermanagement – Neue Infrastrukturen für eine nachhaltige und energieeffiziente Wasserwirtschaft

Blick in das Wasserhaus.
© Rafael Krötz
Blick in das Wasserhaus.

Die Wasserinfrastruktursysteme der heutigen Industrieländer entstanden vor über 100 Jahren, das  heißt sie basieren auf den damaligen technologischen Ansätzen und sind nach heutigen Kriterien ineffizient und teuer. Konventionelle Wasserinfrastruktursysteme im überwiegenden Teil der Industrieländer sind für den einmaligen Gebrauch von Wasser ausgelegt. Eine Wiedernutzung ist bis auf internes Wasserrecycling in industriellen Produktionsstätten und erste Ansätze zur regenerativen Wasserversorgung nicht vorgesehen.

Die technologischen Herausforderungen rund um das Thema Wasser sind vielfältig. Sollen die vorhandenen Ressourcen besser genutzt oder neue erschlossen werden, müssen innovative Wege beschritten werden: Dezentrale und anpassbare Infrastruktursysteme, die Wasser sammeln und verteilen, spielen hierbei eine ebenso entscheidende Rolle wie Möglichkeiten der Mehrfachnutzung. Regenwasser sollte aufbereitet und als neue Wasserressource erschlossen werden. Eine bedarfsgerechte Reinigung von Abwasser kann mit moderner, kostengünstiger Filtertechnik und angepassten biologischen Prozessen erreicht werden. Im Idealfall werden die Inhaltsstoffe des Abwassers bei der Reinigung nahezu vollständig energetisch und stofflich verwertet.

Das Fraunhofer IGB hat bereits eine breite Palette technischer Neuerungen für ein nachhaltiges Wassermanagement entwickelt. Diese sind in ein ganzheitliches Infrastrukturkonzept eingebunden, das auch Energieversorgung und Abfallwirtschaft berücksichtigt. Wir passen einzelne Entwicklungen den jeweiligen Anforderungen der Region an und kombinieren verschiedene Bausteine zu einem individuellen Lösungskonzept.

Nährstoffrückgewinnung aus Abwasser

Für die Rückgewinnung anorganischer Nährstoffe aus kommunalen, industriellen und landwirtschaftlichen Abwässern hat das IGB einen elektrochemischen Prozess entwickelt, mit dem Stickstoff und Phosphor mit einer Magnesium-Elektrode als Magnesium-Ammonium-Phosphat (Struvit), einen hochwertigen Dünger, ausgefällt werden.

© Fraunhofer IGB
Die Elektrolysezelle ePhos® gewinnt Stickstoff und Phosphor rein elektrochemisch. Es müssen keine Chemikalien eingelagert werden. Das gesamte Verfahren ist sehr einfach zu handhaben.

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