Wirtschaftsminister Aiwanger übergibt Förderbescheid für Labor für technische Biopolymere

Nachricht / 9.1.2019

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat dem Straubinger Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB am 9. Januar 2019 einen Förderbescheid in Höhe von rund fünf Millionen Euro überreicht. Der Institutsteil Bio-, Elektro- und Chemokatalyse BioCat erhält eine Förderung für den Aufbau eines Labors für technische Biopolymere.

Begrüßung der Gäste durch IGB-Institutsleiter Dr. Markus Wolperdinger.
Übergabe des Zuwendungsbescheids für das Labor für technische Biopolymere bei BioCat in Straubing durch den bayerischen Wirtschaftsminister Aiwanger.

Kunststoffe sind in vielen Bereichen unersetzlich geworden, doch Plastik und Mikroplastik verunreinigen heute Weltmeere und Grundwasser. Dabei bietet die Nutzung biogener Rohstoffe für die Herstellung leistungsfähiger Polymere enormes Potenzial, fossile Rohstoffe zu schonen, den Anstieg von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre zu begrenzen und die Verschmutzung unserer Umwelt mit nicht abbaubarem Plastik zu reduzieren. Zudem lassen sich Kunststoffe mit neuen Eigenschaften erzeugen, wie die Forscherinnen und Forscher am Institutsteil BioCat des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB am Beispiel transparenter biobasierter Polyamide bereits gezeigt haben.

Am 9. Januar 2019 überreichte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger dem Straubinger Institutsteil des Fraunhofer IGB  einen Förderbescheid in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Der Institutsteil Bio-, Elektro- und Chemokatalyse BioCat erhält die Förderung für den Aufbau eines Labors für technische Biopolymere.

»Mit der Förderung des Labors soll die Biokunststoffforschung in Straubing weiter vorangebracht und die Bioökonomie in Niederbayern ausgebaut werden. Gerade die Bioökonomie ist ein wichtiges Zukunftsfeld und hat dementsprechend auch innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft eine prominente Stellung. Als Leiter der Bioökonomie-Aktivitäten im Rahmen der prioritären strategischen Fraunhofer-Initiative »Biologische Transformation« freut es mich ganz besonders, dass diese Aktivitäten am Standort Straubing nun noch weiter gestärkt werden«, betont Dr. Markus Wolperdinger, Leiter des Fraunhofer IGB, in seiner Begrüßung.

»In Straubing forscht die Fraunhofer-Gesellschaft für eine nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung. Dank des neuen Labors haben wir die Möglichkeit, die Entwicklung von Kunststoffen aus erneuerbaren Ressourcen voranzutreiben. Aktuell wird für die Herstellung von Kunststoff hauptsächlich noch Erdöl verwendet, und das wollen wir ändern«, so der Leiter des Fraunhofer-Institutsteils BioCat, Prof. Dr. Volker Sieber.

Aiwanger: »Eine zukunftsfähige Wirtschaft muss im Einklang mit Klima- und Ressourcenschutz stehen. Wir müssen nicht nur bei der Energieversorgung weg von fossilen Rohstoffen, sondern auch bei industriellen Prozessen. In Straubing wurde dies frühzeitig erkannt. Um die außeruniversitäre Forschung hier voranzutreiben, haben wir den Ausbau des Fraunhofer-Standorts in Straubing als Leuchtturmprojekt im Koalitionsvertrag verankert.«